Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 12 (September 1858)
- Article
- Der Sand am Ufer des Meeres
- Date
- 1858-09-01
- Page
- 646 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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646 Der Sand am Ufer der MeereS- Schon ist er ausgewählt zum Ziel Der Wuth entzügelter Mächte — Wo Schwäche sich mit Dulden paart, Da kennt kein Wütherich Rechte. — Jetzt gilt's dem Sande! Drum erlischt Der Zorn, der Plötzlich geschwunden — Nicht ras't mehr Woge gegen Wog', In Freundschaft nunmehr verbunden. Nicht wühlt der Wind mehr auf im Grimme Die Fluth — jetzt gilts ja dem Sande! Der gleiche Haß er schlingt um Wind Und Welle einende Bande: Es leiht der Sturm der Schwingen Macht Dem Schwall der furchtbar gethürmet, Nun schnaubt das Ungethüm am Strand Und brüllt und tobet und stürmet... And dir, du hartgeprüfter Sand, Hat Gott in gnädiger Stunde Verglichen sein erköret: Volk *) Mit heilverheißen d er Kunde?! Auch Israel ward htngestreut Dort wo Gefahren sich thürmen; Es ist ״Der Sand am Vvlkermeer", Wo Leidenschaften stürüien. - Als schwanker Sptelball lag es da Für roh empörte Gewalten, Für schonungslosen Uebermuth Und Hasses Hvllengestalten. Und mitten auf dem Tummelplatz, - Wo die des Heiligsten lachten, Nahm Theil an blut'ger That es so.. Wie Opferlätnmcheü — am Schlachten.'י •) Gwks. 22—17. -■'״:״1;;^׳!!-,:::