Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 12 (September 1858)
- Article
- Elul
- Date
- 1858-09-01
- Page
- 619 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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'"1619 ■ סליחות wie er müsste,׳ wächst unsere Entschiedenheit in dm Mäße, wiesenseits das Schwanken, ja die völlige Höhnung sortschreitet?Genügen wir mit unserm Ernst, unserer Hingebung, unserer Opferfreudigkeit dem Ernste der Zeiten? Sind wir nicht selber von dem Schwanken ergriffen und zählt man uns vielleicht deßhalb nur rechts, weil wir noch nicht völlig linss htnübergetaumelt? Setzen wir unser Gut und Blut/ unsere Ehre und unser Ansehen, unsere Freundschaft und Verwandtschaft für die Aufrechthaltung unserer Hetltgthämer, für die Erfüllung des göttlichen Gesetzes, für die Rettung des Juden- Hunts für unsere Kind und Kindeskinder ein? Begreifen wir, was es heißt מקדש השם sein? Begreifen wir חילול השם in unserer Zeit? Ist uns das ונקרשחי בתוך בגי ישראל, das ולא חחללו אח שם קדשי, das וממקדשי חחלו Tag und Nacht gegenwärtig? Wissen wir's, bethätigen wir's, daß vor Allem im innern,jüdischen Kreise Gottes Name geheiligt werden will, daß er den Abfall unserer Brüder auf unsere Rechnung stellt, wenn wir durch Wort und Beispiel einem solchen Abfall hätten entgegenwirken können, wenn wir durch unsere Hingebung, unsere sittliche Vollendung, unsere Heiligung, unsere volle und ausnahmlose Gesetzerfüllung eben dieses göttliche Gesetz in seinem vollen lichten Glanze hätten zur achtunggebietenden, herzengewinnenden Anerkennung bringen können und haben es nicht gethan, sind der erhabenen Größe unserer heutigen Aufgabe zu kurz geblieben, haben durch das Schwanken, durch die Mangelhaftigkeit unseres eigenen Lebens, durch schmählichen Verrath in der Stunde der Prüfung und Versuchung unseren abgefallenen Brüdern nur beschönigenden Vorwand in die Hände geliefert, oder haben uns in den Mantel unserer eigenen Gerechtigkeit gehüllt und haben kein Auge gehabt für den Abfall der Brüder und Schwestern, für den Abfall der Söhne und Töchter, keine Thräne für Zions Fall, keinen Seufzer für Israels beispiellose Gesunkenheit? Das Jahr geht zu Ende, der Tag der Verantwortung naht, — was haben wir gethan, im Laufe des Jahres gethan, auf daß es besser werde in Israel, auf daß der Abfall sich nicht mehre, auf daß der Leichtsinn zur Besiilnung, auf daß die Wahrheit zur Anerkennung und die ewige unverbrüchliche Heiligkeit des uns anvertrauten Gottesschatzes zur Achtung komme? Haben wir die Erkenntniß der .חודד gefördert? Haben wir der Erfüllung der חודה Vor-