Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Aus Norddeutschland [Aus Amerika]
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 595 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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595 Aus Amerika schloß ich mich, zuerst einen friedlicheren Weg einzuschlagen und schrieb daher an Herrn Dr. Jllowy, machte ihn auf seine unverantwortliche und sündhafte Handlungsweise aufmerksam, und forderte ihn zu gleicher Zeit ganz ernsthaft und bestimmt auf, mir einen unzweideutigen Widerruf zu übermachen, um ihn selbst an dieselbe Zeitschrift etnzusenden, in welcher seine Verleumdungen veröffentlicht worden. . In seiner Antwort aus meinen Brief schrieb er mir (unterm 16. Mai) wörtlich*) also : ״..... Darum betheuere ich Ihnen, daß ich mich in diesem Augenblicke (da ich das Aprilheft des Jeschurun noch nicht habe) mich nicht zu entsinnen im Stande bin womit ich Sie oder Ihre Gemeinde beleidigt habe. Doch sollte ich sobald ich den Jeschurnn erhalten aus demselben eine Verunglimpfung erfahren welche nur unbedacht geschehen sein kann, bin ich gerne bereitet solche als Jrrthum öffentlich zu erklären." Obgleich ich, wie gewiß Jeder, der des Herrn Jllowy Artikel gelesen, nicht verstehen tarn, wie solche mit der größten und kaltblütigsten Kühnheit niedergeschriebenen, direkten und unzweideutigsten Verleumdungen aus ״Jrrthum" geäußert werden konnten; — ob - gleich es mir unbegreiflich, ja sogar unwahrscheinlich erschien, daß ein Mann wie Herr Dr. Jllowy sich dessen nicht erinnern sollte, was er hat drucken lasse», selbst wenn er keine Abschrift seiner ° Arbeit zurückbehalten, ich auch nicht absehen konnte, warum er die Aprilnummer des ״Jeschurnn" nicht erhalten haben sollte, da ich doch schon im Besitze derselben war, und zwar nicht durch die Post, sondern durch Buchhändlergelegenhctt: so fand ich es dennoch für das Beste, um ihm auf einmal alle Vorwände zu weiteren Ausflüchten abzuschneiden, ihm eine Abschrift der betreffenden Stelle aus seiner Correspondenz zu übermachen. Da erhielt ich denn heute einen zweiten Brief von ihm, in welchem er mit wahrhaft kindlicher Unschuld und Einfalt — dabei *) Ich gebe diese, so wie alle später zu citirende Worte des Herr» vr. Jllowy mit der diplomatischsten Treue und Gewissenhaftigkeit wieder, ohne an seinem Style, seiner Jnierpunktativn und Orthographie auch nur die geringste Veränderung vvrzunehmen- M. M.