Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Aus Norddeutschland [Aus Amerika]
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 594 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2932754-2932849-2932861-2942566--03859-2942653- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
V ־.■;,׳: •I . : I. , ,? iZm Dezemberhefte dieses Monatsblattes berührte Herr N in zwei aufeinander folgenden Correspondenzen Fragen, welche zu wichttg und bedeutungsvoll, zu tief eingreifend in das Leben und Gedethen unserer Gemeinden, in die Zukunft unserer Kinder sind, als daß sie mit Stillschweigen übergangen werden könnten, als daß der Einzelne mit seiner Ansicht zurückhalten dürfte, selbst wenn er nicht dem Stande angehört, der jetzt allein berufen scheint, in religiösen Angelegenheiten das Wort zu führen. Fühle, ich daher auch meine Schwäche, bin ich nicht der Unfähigkeit des Redens und Schreibens wohl bewußt; so treibt mich dennoch der Ernst der Sache, alle Rücksichten außer Acht zu lasser; und mit den Farben, die mir zu Gebote stehen, ein Bild unseres Lebens zu entwerfen. Etwas Neues in diesen so oft geschilderten Zuständen zu sagen, durfte freilich schwer fallen; aber die Wahrheit muß so oft vorgeführt werden, bis sie überall erkannt und anerkannt ist. חחלח המחשבה סוף המעשה, erkenneu wir nur vor Allem, was uns fehlt; rasten wir nur, um zur Erkcnntntß zu gelangen, einen Augenblick in den: Sturm, der uns erfaßt und mit sich sortzureißen droht; lassen wir nur eine kurze Weile das Auge rückwärts und vorwärts schweifen, um zu schauen, was wir erreicht haben unb wohin wir gelangen werden, besänftigen wir nur nicht immer unser mahnendes Gewissen mit dem trostlosen Tröste: was vermögen wir? was können wir ändern? Der Einzelne 39»