Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Einige Bemerkungen über Besitz und Besitzlosigkeit
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 579 (sequence 1)
- Language
- German
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Einige Bemerkungen über Besitz und Nächst der Fähigkeit zu denken und zu sprechen, hebt wohl keine andere Eigenschaft den Menschen so sehr über das Thier, als die Fähigkeit zu besitzen, ein Eigenthum zu habein Wie das Thier nicht im Stande ist eine vollständig klar gedachte freiwillige Handlung ausznfnhren, sondern nur gezwungen, seinem Instinkt folgend, sich selber unbewußt irgend etwas vollbringen kann: ebenso ist es unfähig zu erwerben, das heißt: mit vollem Vorbedacht irgend einein fremden Wesen oder Gegenstände für die Dauer das Gepräge seiner Eigenthümlichkeit zu geben. Das Thier eignet sich Dinge an, ebenfalls nur einem Triebe folgend, um eine augenblickliche Regung zu befriedigen. Der Mensch allein besitzt das Vermögen des freien Gedankens und er allein kann erwerben. Jeder Gedanke ist der Ausfluß der Kraft des inuern Menschen; mir jedem neuen Gedanken erweitert er den eignen engen Kreis seiner selbst und eignet sich von der Außenwelt etwas Neues, ihm bis jetzt Fremdes au, das fortan sein geistiges Eigeuthum bildet. Jeder Gegenstand, auf welchen der Mensch seine Hand legt, an welchem er seine von der Vernunft geleitete phpsische Kraft geltend macht, hört von nun an auf, dem großen Ganzen anzugehören,