Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Ein Wort über jüdische Belletristik
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 574 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Wort׳ über jüdische Belletristik. Von G. Jede Zeit tritt in neuen! Gewände auf, läßt in ihrem.ewig vollendenden Gange Erscheinungen zu Tage treten, die früher!! Gej schllechtern unbekannt waren; diese in ihrer Entwickelung zu derfolgen, um sie mit den Anforderungen unserer Religion in Har-; monie und Einklang zu bringen — sie ihr unterzuordnen; der Zeitströinung früh sich entgegen zu stemmen und sich ihrer zu bemachj tigen, um nicht später, wie ein willenloser Spielball, von ihr unij Hergetrieben zu werden — das ist die Aufgabe, die uns geworden, j die wir nie verkennen und die wir an! wenigsten in unfern Tagen aus den Augen verlieren dürfen. Mit Recht ist der Trieb nach Bildung, der gleich einem electrischen Schlage alle Schichten der jüdischen Gesellschaft berührte, schon häufig in diesen Blättern zu : den beachtenswerthesten Zeichen der Zeit gerechnet; nicht minder! gegründet wird die Behauptung sein, daß die Lectüre zu den einj stußreicheren, weil Allen am leichtesten zugänglichen Mitteln zu zäh-; len ist. Wie mächtig durch sie gewirkt werden kann; wie die hin ] und wieder, gleichsam unabsichtlich ausgestreuten Ideen nur zu leicht! lockern Boden finden; wie dem Leser unmerklich fremde Anschauunj gen vorgeführt, von ihm als wahr fsstgehalten und ausgenommen