Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Aw
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 563 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Aw. 563 t- ן :b; z-! Ls j 1־־ j t־! :it | ei nx | i ׳r, Pt iir oich ag n, nür jen- >rin ht, eit >er ht; nem!en iorls dessen Lehnsträger es sich als Mensch der Welt und als Volk des Bodens erfreut, auf daß es nie ״alt" werde im Besitze, daß es Das nie als sein Eigenthum zu betrachten beginne, was nur ein zu bestimmten Zwecken anvertrautes Heiligthum ist. Keine sieben.Tage ununterbrochenen Gebrauch der Welt, keine sieben Jahre ununterbrochenen Besitz des Bodens, nicht über siebenmal sieben Jahre hinausretchende Disposition über Personen und Güter—- שמיטה ,שבח, S^, — ״denn mein ist das Land; denn Fremdlinge und Beisassen seid ihr bei mir!" כי לי הארץ ,כי גרים וחושבים אתם (;מהי! Eins aber ist es, das das Zudenthum seinen Bekennen me alt werden läßt, das es zu einem ewig unerschöpflichen Born immer neuer Freuden und neuer Seligkeiten gestaltet, das immer neue Begeisterung spendet und jeden Tag, jede Stunde als eine neue Gelegenheit zur Erfüllung der jüdischen Aufgabe mit einer Freudigkeit ergreifen läßt, als ob so eben das "אנכי" vom Sinai getönt. Eins vor Allem ist es, dem Israel seine ewige Jugend verdankt und das auch jeden Einzelnen mit ewiger Jugendfrische zu lohnen weiß, der sich ihm mit Hingebung vermählt, und dieses eine ist — חורה, ist die Wissenschaft der göttlichen Lehre, zu welcher Alle geladen sind. Schon die Art der Mittheilung, die Gott für die Erhaltung und Pflege seiner Lehre gewählt, dir Beschränkung auf das Mündliche, wodurch die Wissenschaft nicht dem tobten Buchstaben, sondern dem lebendigen Worte abgelauscht, nicht bcm tobten Buchstaben, sondern der lebendigen Jüngerbrust anvertraut werden mußte, und die diese Wissenschaft so sehr auf den lebendigen, persönlichen Verkehr des Lehrenden und Lernenden hingewiesen, daß selbst nachdem im Drange der Zeiten das Mündliche in Schrift sixirt worden, sie doch nicht ganz in den Buchstaben anfgeht, fort nnd fort in beständigem Wechselwtrken zwischen Lehrer und Schüler geschöpft und entwickelt werden will, Lehrer und Schüler noch heute zn den Füßen der lehrenden Altmeister ladet, gemeinsam ihre Überlieferungen zu ״lernen",— schon diese ganze Art der Mittheilung rief das regste Geistesleben wach, setzte ewige Jugendfrische zur ersten Bedingung, und erzeugte sie indem sie sie forderte. Nur dem Gedächtniß zur Bewahrung und der Denkkraft zur Reproductrurrg und Entwickelung überwiesen, forderte sie von Lehrern und Jüngern in jedem Augenblick das regste Interesse und die frischeste Hingebung; sie war verloren, wenn sie