Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-07-01
- Page
- 526 (sequence 1)
- Language
- German
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Jur jüdischen Schutsrage. Von vr. M. Hirsch. III. Gelehrsamkeit und Bildung sind zwei Begriffe, die sich durchaus nicht decken. Zu erstaunlichem Reichthum an Wissen gesellt sich nicht selten freuudnachbarlichst ein nicht weniger erstaunlicher Grad von Geistesarmnth und Rohheit. Ein solches Wissen und eine solche Gelehrsamkeit nennt man bezeichnend todtes Wissen und tobte Gelehrsamkeit. In früheren Zeiten traf man solche Gelehrte häufiger. Je besser die Bildungsanstalten wurden und werden, von der Elementarschule bis zur Universität, desto mehr nahm und nimmt nicht sowohl das Quantum des Lehrstoffes zu, um so mehr nahm und nimmt vielmehr das Quantum des tobten Wissens ab. Von der Elementarschule bis zur Universität. Denn allerdings ist Bildung, in dem Sinne in welchem wjr das Wort hier begreifen, die höchste Blüthe . des Wissens. Aber das ist eben das herrliche am Geistesbaume der menschlichen Erkenntniß, daß er nicht bloß auf hochstem Wipfel, sondern auf jedem Zweige, in jeder Höhe, dem Boden nah oder näher der Krone, zur Blüthe sich entfaltet. Unter Einer Bedingung freilich. Die Säfte, die der Boden ihm zuführt, muß er in sich aufnehmen, sie sich aneignen und assimiliren; nur wenn sie Theile sei- »es Wesens werden, nähren sie ihn und wächster durch sie, nur wem! sie Mt W G hä wl sei ei d! st dc kc ai de st de er je ir fl g b tr L fl