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Jeschurun · 1858-07-01 · Heft 10 (Juli 1858) · p. 498

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 10 (Juli 1858)
Article
Thamus
Date
1858-07-01
Page
498 (sequence 4)
Language
German
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498 Thainus. als sie der Nichtigkeit ihrer Bestrebungen inne geworden, als ihnen die Täuschung aller ihrer Erwartungen, der Untergang aller ihrer Hoffnungen vor Angen lagen, sie sich auch nicht zu Dem zurückwandten, der sie einst aus einem noch trostloseren Anfang zum heitern Gedeihen, aus Mizrajim durch die Wüste zum Lande der Fülle und des Segens geführt! Zn der Verirrung der כהנים, der תופשי התורה, der רועים und נביאים lag die Verirrung des Volkes, dort haben wir zu aller Zeit die Wurzel jeglichen Verfalles zu suchen. נביאים ,רועים י,תופשי התורה ,בהנים, da haben wir alle die geistigen Stützen und Hebel, die Gott für Erhaltung undBlüthe seines Lebens in Israel gesetzt: Gottesdienst — Wissenschaft — Gemeinwesen — das öffentliche Wort — das sind die geistigen Güter, als deren Träger die Priester, die Gelehrten, die Führer und Propheten hier genannt sind. Jeden trifft ein besonderer Vorwurf und aus der besondern Verirrung, die von Jedem gezeichnet, vermögen wir die rechte Aufgabe eines Jeden zu erkennen. הבתים, die Priester, die Diener und Verwalter des Gottesdtenstes, 'לא אמרו איה ר, sie fragten nicht: wo ist denn Gott? איה ד׳? Das ist die Frage nach der Frucht des Gottesdienstes, und das ist somit die Frage nach Werth und Bedeutung des Gottesdicnstes, das ist die Frage, deren Beantwortung entscheidet, ob der Gottesdienst der ächte und rechte, oder ob alles nur unnützer Firlefanz ist, der weder Gott noch dem Volke dient und nur dem Priester, dem Geistlichen — frommt. Wenn dein Gottesdienst der rechte ist, בכל המקום אשר אוב י ר את שמי, wenn er ein solcher ist, daß ich meinen Namen darüber nennen, daß ich ihn den Meinen nennen kann, dann komme ich zu dir und segne dich, hatte Gott gesprochen, אבוא אליך וברכחיך, — und die Frage, ob denn nun in Folge unseres Gottesdienstes Gott zu uns komme und uns segne, ob er nun bet uns sei und uns segne, ob er nun unter uns sei und uns segne, ob er nun in unsere Häuser, unsere Familien, unser Einzel- und Gesammtleben eingezogen sei und dieses Alles segne, das ist die Frage, deren Ja oder Nein unserm Gottesdienst, dem Wirken unserer Priester, den Kranz aussetzt oder unerbittlich den Stab darüber bricht, und danach soll der Priester fragen: 'איה ד, wo ist, wo bleibt nun Gott? Ob der Priester das Lebensblut des Opferthiers an den Altar,

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