Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Deutschland : Baja [Nachricht]
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 490 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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490 materiellen Lage der Lehrer.׳ Eine Auffassung die schon vor 40 Jahren in dem sehr treffenden Witze חסורי מחסרא והכי קתני vollständige Färbung erhielt. In mancher Gemeinde aber stellte sich der Mangel an tüch- Ligen Lehrern derart heraus, daß etwas Unerhörtes geschah; daß man nämlich Lehrern eine bessere Dotation anbot, als Rabbinern; Beweis genug, daß der heranzubildenden Generation mehr Aufmerksamkeit gezollt wird, als dem sanctionirten Usus der verschwenderischen Opfer zur Rabbinats- Besetzung. Ob und inwiefern die von allen Seiten als nothwendig erkannte . Hebung der Schulen resultirte, wollen wir in ungekünstelter Schilderung auseinandersetzen, und die letzte Zeit, wo manche Anstalt, den Naturgesetzen treu, blühte und verwelkte oder ihr sieches und kränkelndes Wesen in die Neuzeit herübertrug, möge uns eine vollkommene Prognostik für die Zukunft sein (so nicht Hülfe von Oben kommt). Auf Grundlage der allgemeinen Schulverfassung sollten die Cultusgemeinden ihre Schulen organisiren, und die humane Regierung, die geheiligten Institutionen Israels zart und schonend behandelnd, stellte den weiteren Ausbau auf obiger Grundlage den Cultusvertretern anheim. Nun bauet und bauet manche Gemeinde, wie einst unsere Väter in Egypten, was bei Tage gebauet wird stürzt Nachts wieder ein, was von Einem gut gemacht wird, reißt der im Amte Nachfolgende ein, oder die Bau- Meister selbst, durch unzählige Privatinteressen bestimmt, zerstören, wie ein Kind das mühsam erbaute Kartenhaus, mit eigenen Händen uud begraben mit ihrem Schutte die kostbare Zeit der unglücklichen Jugend. Manche wvllen die Zeit dem Judenthume, und manche das. Judenthum der Zeit opfern und wenige verstehen es, oder wollen es verstehen, daß der Jude nicht vom Menschen, noch weniger aber der Mensch vom Inden abstrahirt werden darf. Wahrend man z. B. in Papa, Kezthelh, Komorn rc. einen täglichen fünfstündigen hebr. Unterricht mit aller Hartnäckigkeit geltend zu machen sucht und die Schulgegenstände gnädiglich auf 2—3 Stunden zu reduciren sucht, wollen Andere die Realien bis in die tiefsten Schichten durchstöbern und die jungen Köpfe sich in das Gebietder Gelehrten verirren lassen. Der 9jährigeKnabe muß Geradflügler von Netzflügler genau unterscheiden, römische Feldherrn und griechische Weisen streng recitiren, indeß ihm David und Salomo weltfremde Erdensöhne bleiben. Die Werkstätte der heiligen Religion, der biblische Schauplatz worauf seine Ahnen gelebt und die Propheten gewirkt, ist ihm terra inooAnita, aber die Marktflecken Siebenbürgens zählt ׳er an den Fingern her. Indem jene die Jugend verknöchern nnd verknüppeln lassen, und sie aus der bürgerlichen Stellung drängen, stutzen diese, sich mit der materiellen Frage des Lebens entschuldigend, das Judenthum nach Gutdünken zu, schneideu ihm so die belebenden und stärkenden Nerven ab und beherzigen die Worte Moses nicht כי לא על הלחם יי!בדו יהיה האדם . ומו gr ne ft* ve I lu re di Z׳ en re m zu gl sä m!a tu ge be ln w ge di I A gl lu w