Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 472 (sequence 23)
- Language
- German
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 473 Volke in ihrer Totalität mit allen ihren Gütern und Kräften die Zwecke anwicsen, die sie zum göttlichen Wohlgefallen zu verwirklichen hätten. Es war die Zeit wo die Milah durch die Periah zu ergänzen war. Aber vor Allem war dies die Zeit, wo dieser vollendeten Aufgäbe der Lebenswethe durch Besitz des verheißenen und nunmehr zu erobernden Landes der Boden der Verwirklichung überantwortet werden sollte. Eben in dem Momente, in welchem der erste Schritt zur Besitzergreifung dieses Landes geschehen sollte, galt es durch Ergänzung des Milah-Symbols die mit diesem Besitze zugleich gcwordene noch höhere positive Wethe selbst des Sinnlich-Materiellen in Israel zum ewigen Bewußtsein zu bringen. Nicht für den snbjektiven Genuß, für die objektive Gottesthat sollte dieser Boden in Besitz genommen werden. Auf ihm soll das materiell Sinnliche nicht nur zur Reinheit, sondern zur positiven Gotteswcihe erhoben werden, מילה ערלה durch פריעת עטרה ihre höchste Vollendung finden. Nicht früher sollte der erste Stein von diesem Lande in Israels Besitz, die erste Frucht von diesem Lande nicht früher Israel zum Genüsse werden, bevor durch Milah und Periah diese höhere Be-! stimmung des von Besitz und Genuß getragenen sinnlichen Lebens ganz Israel zum ewigen Bewußtsein gebracht worden. Vor Jericho lag Josua, der erste Schritt zur Eroberung des Landes war zu thun, wie einst durchs rothe Meer war Israel durch den Jordan geschritten und Schrecken hatte bereits die amorttischen Könige bezwungen, בעת ההיא, da sprach Gott zum Josua, zum israelitischen Feldherr», mache dir scharfe Schwerdter — wozu? zur Unterjochung des Feindes, zur Eroberung des Landes? Nein. Das Schwerdt der Eroberung wird ein Anderer, Höherer tragen. שב טל אח ב"׳ שנית, geh', vollziehe die Beschnetdnng, und zwar — nach Jebamoth 7lb — die erste und zweite, die durch Periah vollendete Beschneidnng an Israel, an deinem Kriegesvolk! Erst da konnte daS Opfer der Befreiung gebracht, erst da von der Frucht des Landes genossen werden, erst da — עתה באתי — stellte sich der ״Heeresfnrst" Gottes, der Israel voranziehen sollte zur Eroberung des Landes, (!11 B. M. 23, 20), mit dem ״gezückten Schwerdte" ein, und als Josua, der israelitische Feldherr die Frage an ihn richtete: Welches Wort hat mein Herr seinem Diener zu sagen? Da hatte der