Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Siwan
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 442 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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442 Slwan. Zechanjah in die babylonische Gefangenschaft gewandert war, der Prophet auf fremdländischem Boden, an fremdländischem Strome mitten unter der Golah sich befand, Ach dort ihm die Himmel öffneten und auch dort die Gotteshand auf ihn kam! War ja die Thorah mitgewandert, und wo das Gottesgesetz weilt, da ist die Gotlesherrlichkeit nicht fern. Wohl war in dieser außerjüdtschen Welt eben diesem Gottesgesetze kein Heiligthum erbaut und ebendarum hatte die Gottesherrlichkett dort keine Stätte im irdischen Kreise der Menschen — ועשו לי מקרש ושכנתי בתוכם — allein dennoch sah er und siehe! wie ans Mttternachtsturm und Wolke, Feuer und Glanz, psychisch-physisch-geisttges Leben sich entfaltet, wie alles Lebendige auf allen Stufen der Entwickelung sich vereinigt um Träger des Thrones der göttlichen Herrlichkeit zn sein, wie da Jegliches — im Dienste Gottes — in gerader Richtung zn dem Ziele wandelt, wohin der Geist es weist und nimmer abwetcht in seinem Wandel-״und da mich der Geist emporhub, hörte ich mir nach in lautem Sturme den Ruf: Die Herrlichkeit Gottes ist gesegnet, wo sie ihre Stätte nimmt!" Wollen wir es unfern Väter nicht danken, daß sie eben dieses Prophetenwort uns zu nnserm Feste der Gesetzoffenbarung gereicht? Ist es ja eben dafür Bürge, daß auch im Exil כל המקום שנלו שכינת עמהם, überall wohin wir auch den wandernden Fuß des Verbannten setzen, Gottes Herrlichkeit uns begleite, überall wy wir in seinem Namen uns versammeln Er in seiner Herrlichkeit uns nahe und überall, wie ja der letzte Nachruf der stnaitischen Offenbarung lautet: בכל המקום אשר אזכיר אח שמי אבוא אליך וברכתיך Ueberall wo ich meinen Namen nenne:: lasse Komme ich zu dir und segne dich! Ist es ja eben dieses Bewußtsein, das unser Gesetzgebuugsfest nicht zu einem Gedenkfest der Vergangenheit, sondern zu einem Wethefest für jegliche Gegenwart gestaltet, das auch jedem außerpalästinenfischen Geschlecht den ewigen Gottesbund und die ewige Gottesnähe zuführt und eben dieses Gesetz für jede Zeit und jedes Geschlecht nicht'als die Wurzel, aus welcher einst die ״religiöse Bildung der Väter" erblüht, sondern als den einzigen Boden, auf welchem jedes kommende Geschlecht zu stehen hat und als hie einzige Bedingung be! nä Bi Gl da dH g° ur V in in li. מו fo g' ei li gl € 1t Z dl d n n n d » :1 f \ i