Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1858)
- Article
- Aus Hannover
- Date
- 1858-05-01
- Page
- 423 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Esrrespondenz. 423 Personals einzunehmen, er hier gerade nicht viel Nützliches und Anregendes prosittren könne und wenn ihm die für seine Bildung sörderlichen Kreise geschloffen wären, er sich Umgang suche, wo er zu finden"und dieser dann nicht immer der beste, gewählteste sein könne. " " Sind das ״hochtönende Ansichten und Prtncipien?" Sind das leere Phrasen, die kein Anrecht auf eine vernünftige Ueberlegung hätten? Sind das Meinungen, die nicht verdienten von den Lettern eines jüdischen Lehrerseminars in Erwägung gezogen zu werden? Oder enthalten sie nicht gerade die ersten Grundbedingungen eines jüdischen Lehrerseminars? ' Aber vor Allem würden wir mit solchen Ansichten und Princtpien ״Fanatiker oder Heuchler"/ ״ftommthuende Nichtswiffer oder leichtfertige Vielwisser" erziehen?? Wahrlich, der wäre unwürdig Leiter einer Anstalt zu sein, aus welcher jüdische Lehrer hervorgehen sollen, dem diese Ansichten und PrincipieN ״hochtönend" erschienen, dem sie nur das Öhr berühren würden/und nicht erste Grundbedingung zu seinem Wirken wären. Sind sie ihm das, geht er mit ihnen an seine Arbeit/'so wird ׳er unter Gottes Beistand, der jedes redliche Schaffen mit seineut Segen krönt, das Glück haben, dem Lände Lehrer zü geben, die ״weder Fanatiker noch Heuchler, weder frommthuende Nichtswisser, noch leichtfertige Vielwisser" sind, die hingegen ihren Beruf mit Liebe erfassen Und mit solchem Wissen ausgerüstet sind, daß sic ihre ,Schüler zu nützlichen, brauchbaren Gliedern der Gesellschaft, zu wackern Juden erziehen können. Nehmen wir aber diese ״'hochtönenden Ansichten und Principien" weg, so wird er Lehrer bilden, die in ihrem Beruf eben nichts Anderes, als ihren Broderwerb erblicken, die Thora und Wissenschaft eben nur als ״ein Beil" betrachten, um sich das Holz zu ihrem Herde zu schaffen; dann" freilich, dann wird Fanatismus und Heuchelei, Leichtfertigkeit״ und Frömmelei die' Blnthe der Anstalt sein. Wir möchten nun noch fragen, wer zu den, von Herrn Landrabbincr Or. Meyer erwähnten ״gewissen Kreisen" gehört, in denen ״Rücksichtslosigkeit" und ״kühnes Selbstvertrauen" ״zum guten Ton gehört"; — wer "״תוכחה מגולה und wer ״מעשה עמלק״ geübt?? Wir, die offen und frei mit redlicher Prüfung uns an die Besprechung gewagt, oder Herr Landrabbiner Dr. Meyer, der so sehr