Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1858)
- Article
- Ijar
- Date
- 1858-05-01
- Page
- 389 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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3t«• 38S Die Deine Stätte zertrümmerte und bis an den Grund sich gewagt, Die was wahr sein sollte festzustcllen sich vermaß, Und die siegende Wahrheit meines Glaubens trübte, Die den Einheitsglauben meines Stamms zu verleugnen mir gebot, Sprach: ״Dein Gott — soll mir gegenüber sich halten? Liegt doch sein Heiligthum durch mich ntedergetreten Und ich, ich bin noch da in meiner unversehrten Größe!" Du hörst ihre Lästerung — schweig nicht zu meinem Streite, Schütte siebenfältiges Maß in den Schooß meines Gegners, Fordere meine Erlösung, sei du mir Freund, du mir nah, Hilf rasch und schnell, laß mich den Bürgen in dir finden! אותך כל היום קוינו Dein harren wir jeden Tag Deinem Namen, deinem Andenken gilt unser Sehnen, Bist doch unser Vater, Gott! Deinen Erstgeborenen, Verstoßenen, Hast du sein für immer vergessen? Willst ihn nie wieder ausnehmen? Wie lange, o Gott?! Von seiner Herrlichkeit vertrieben, Ans seiner Heimath gewiesen, Hinter ihm zugeschlagen die Thür! Auf Nimmerwiederkchr verstoßen, Gebrochen, gebeugt, gekränkt, obhutlos verschleppt — Wie lange, o Gott?! Durch deine Züchtigung erschüttert, Jedem Räuber eine Beute, Wie ein Vöglein verscheucht, Immer flüchtig, immer gejagt, Vom Gelüst der Gewaltigen ausgesogen, Wie ein knisternd dürres Blatt, — Meine Seele aus die sie fahnden, Vor de: Schlinge der Verführer flüchtend, Zeitigt Knospen und ist im Aufblüh'n vor dir, — Mein Verfolger aber schmähet,