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Jeschurun · 1858-05-01 · Heft 8 (Mai 1858) · p. 387

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 8 (Mai 1858)
Article
Ijar
Date
1858-05-01
Page
387 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Zj«. 38? in uns gezeitigt und wir für immer den wahrhaftigen, ewigen, unverkäuflichen und unveräußerlichen Werth des göttlichen Gesetzes erfasst, also, daß wir in Wahrheit von Freiheit und Boden zur Thorah hinzählen und wir uns nach Wiedererlangung der Freiheit und des Bodens nicht deßhalb sehnen um in der Freiheit von den Plackereien der Knechtschaft und im Boden von der Schmach der Unselbstständigkett erlöst zu werden, sondern שיבנה בית המקדש ביב וחן חלקנו בתורתך auf daß das Gottesheiligthum wieder erstehe und wir in voller Erfüllung seines Gesetzes unsere Aufgabe lösen: erst dann dürfen wir hoffen, ״daß Gott uns wieder gnädig segnen und sein Antlitz wieder mit uns leuchten lassen werde!" Und wenn dann ארץ נחנה יבור־יה , wenn dann das Land seinen Ertrag gegeben haben und sich wieder die Sichel auf nnserm eigenen Boden rühren wird, dann werden wir nicht darin bereits die Summe des Heils und des Segens erblicken, dann werden wir erst dann anfangen nach dem göttlichen Segen auszublicken, יברכנו אלדי' אלרינו, daß uns mit all dem Gewährten Gott als unser Gott segnen, indem wir alle die reichste Fülle nur in seinem Dienste verwenden und in Allem und mit Allem nur Gott als nnserm Gotte dienen und sein Gesetz zu seiner Verherrlichung in Erfüllung bringen werden. Sehen wir nun aber, in welch Wetter, Wetter Aussicht gerade diese Psalmgedanken Israels Wiederauferstehung feiern, wenn sie da weit über die engen Grenzen der bloßen jüdischen Nationalität alle Völker zugleich mit der Einen Hoffnung umfassen, wie da Gottes Weg aus Erden, s ein Heil unter allen Völkern erkannt sein wird, wie da alle Völker Gott huldige!:, ״und dieser Huldigung die Staaten sich freuen, weil nur durch sie und in ihr allein die so lange gesuchte Lösung endlich gesunden sein wird, das Völkerheil dauernd auf Erden zu gründen und die Ordnung festzustellen, in welcher Jeder und Jedes sich במישור, sich ״in der Ebene", sich — weder zu hoch noch zu niedrig — sondern eben in einer solchen Stellung fühlen und bewegen wird, die seinem eigensten Wesen und dem Heile des Ganzen am innigsten entspricht, und dann Gott das Reich und die Leitung der Staaten auf Erden zugesalleu sein wird — " sehen wir dies — und denken unter welchen Zuständen, unter welchen Erfahrungen, in welchen Lagen eben diese Gedanken von unsern Vä-

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