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Jeschurun · 1858-04-01 · Heft 7 (April 1858) · p. 362

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 7 (April 1858)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1858-04-01
Page
362 (sequence 11)
Language
German
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362 Grundlinien einer jüdischen Symbolik 111. an dem symbolischen Charakter dieser Handlung gar kein Zweifel bleiben. Aehnlich verhalt es sich mit der Handlung des Hebens und Wendens, חתמה und סגופה. Wir scheu sic beim Opfer, begegnen ihr aber auch bei der eben citirten Nebergabe der Leviten: והנפח אותם חנופה לפגי ד׳ ,והניף ארון אס הלוים סגופה לפגי ד' n. f. w. und der symbolische Charakter dieser Handlung ist so gewiß, baß ja selbst in der Sprache חרומה und סגופה eine. Weihgabe bedeutet. Eine aufmerksame Erwägung wird sich überhaupt nicht der Anerkennung einer Thatsache entziehen können, die, wie uns dünkt, ganz geeignet ist, ein bedeutendes Gewicht in die Wagschale zur Entscheidung unserer Frage zu legen. Wir meinen die: In den bedeutsamsten, folgenschwersten Momenten, wo wir nicht nur das Wort, sondern die Rede in ,ihrer vollsten, wirksamsten Weise erwarten würden, wo Proklamationen, Reden, Ansprachen, Predigten, u. s. w. die Bedeutung und die Folgeschwere des betreffenden Momentes in ihrer ganzen Fülle dem Volke oder den einzelne:! Betreffenden zum Bewußtsein und zur Beherzigung hatten bringen und alle Betheiligten zu einer der Bedeutsamkeit des Augenblicks entsprechenden Begeistcrung hatten emporhebe» müffen, da, gerade da — sehen wir das Wort schweigen und statt dessen Handlungen, ja größtentheils eine ganze Reihe von Haudlmigen auftreten, die daher das Wort und zwar in seiner wirksamsten Anwendung in einer Weise vertrcten müffen, die von dem Worte nicht zu erreichen gewesen sein würde. Denken wir die Erlösungsnacht und den Auszug aus Mizraim! Einen Moment sonder Gleichen in der ganzen Geschichte der Menschheit, einen Moment auf den die ganze Vergangenheit eines Volkes hingearbeitet, auf den die ganze Zukunft dieses Volkes gebaut werden sollte und der die vollendetste Umwandlung des Volkes in der Gegenwart erheischte! Ketten sollen brechen, Kerker sollen fallen, Sklave und Sklavin sollen wieder Mann und Weib, Vater und Mutter werden, Kinder sollen wieder Eltern und Geschwister erhalten, Haufer, Familien, eine Gemeinde, ein Volk, ein Gottesvolk soll aus dem Staube erstehen, der Paria soll aufstehen und der freieste Mensch auf Erden werden, die zu dem niedrigsten Menschendienst verdammten, sollen den höchsten Gottesdienst.für die Menschheit übernehmen — was wäre da nicht zu sagen, zu sprechen, zu reden, zu predigen, zu ge׳ eir ein mi bu m en fai @1 zoi de Z' G «r «n O eil de ge te di ge A R >״ sc sc b! d« U E C K

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