Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 6 (März 1858)
- Article
- Adar
- Date
- 1858-03-01
- Page
- 287 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ויהי בוטי אחשורש 287 metnschädltchkett des Volks seiner Rache gemacht, und wie cS die Staatswohlfahrt fordere, eS zu vernichten. Allein er weiß ja bet sich, wie wenig ihm die Wohlfahrt des Staats in allem diesen bedeute, wie sie ihm nur die Form ist, unter welcher sich seine Rache vor den Augen der Welt sehen lassen solle. Er traut auch seinem Fürsten nicht zu, daß die Rücksicht auf die öffentliche Wohlfahrt viel bei ihm vermöge. Er hält es nicht für überflüssig und wagt es, seinem Vortrag durch — zehntausend Selberstückc Nachdruck zu geden, die er mit freigebiger Hand in den königlichen Schatz zu spenden verspricht!! Wohl ist die Majestät königlicher, als er gedacht, sie schenkt ihm das Geld und — das Volk, damit nach Belieben zu verfahren. Allein, daß Haman dies Anerbieten gemacht, daß er dessen Annahme für möglich gehalten, das ist das Grauenhafteste in dieser grauenvollen Geschichte, und darum hebt auch Mordechai i» seiner Botschaft an Esther dies Anerbieten insbesondere hervor, obgleich es ja nur Anerbieten geblieben. Dieses ganze persisch-medische Hof- und Staatsleben mit all seinem Glanze und all seinem Jammer lernten die auf persisch-medischem Boden verharrenden Juden durch und durch kennen. Sie sonnten sich in seinem Glanze, sie kosteten seine Genüsse, sie erfreuten sich seiner Ehren, sie blühten auf in seiner Gunst und erfuhren die ganze Wucht des Jammers, der da ihrer wartete, wo das Wohl und Weh der Menschen von Gunst und Ungunst, von Laune und; Stimmung bedingt ist und alle böse Leidenschaften sich des in ihre : Hand gelegten Hefts der Völker bedienen können, die Blitze irdischer Macht und Hoheit im Dienste des niedrigsten, selbstsüchtigsten Intercsses zu schleudern. Aber sie lernten auch die unwandelbare Treue der sie schützenden himmlischen Majestät, leinte» den einzigen Weg kennen, den sie Jahrhunderte hinab in Mitte» all dieses glänzenden Elends auf Erden zu wandeln hätten, lernten mit doppelter Innigfeit sich des Lichtes ihrer Bildung, ihrer Feste, ihrer Freuden, ihrer Ehren freuen, mit entschiedenem Ernste im Angesichte der Völkcr und Fürsten Juden sein, und nichts als Inden sein zu wollen und ״ihr Licht in ihrer Lehre, ihre Freude in ihre» Festen, ihre Seligkeit im Abrahamsbunde und ihre Würden im Ordensbande ihres Gottesgesetzes" zu sinden. Und wenn trotz alle» Elendes, das