Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1858)
- Article
- Deutschland
- Date
- 1858-02-01
- Page
- 269 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Dem ernsten Willen und dem regen Eifer des LehürS Mffett wiu Die- Les vertrauen. Hai . er seinen Beruf mit AM erfaßt, ist ZÄehrken an-Wissen: ihm eine Herzenssache, so wird er seinen Wissensdrang schon zu. befriedigen wissen, wird iw Lehren׳ lernen und von Stufe' zu "Stuft steigen!. Er wird mit dem Erreichten, mag esauch noch so wenig sein, frei schalten: und E zum: Besten der ihm anvertrauten Kinder verwer- Lhen. Die Fülle der Kenntnisse macht ja den guten Lehrer nicht;-sehen wir nicht häufig Gelehrte, die vollgepfropft von:Gelehrsamkeit sind): dennoch diei-'.fchlechtestM׳ Lehrer?. sein? Liebe- und Eifer ersetzt Vieles!. Me׳ Erfahrung hat es! auch: bestätigt, daß größtentheild die jungen Lehrer in^ den engen Kreisen, denen sie zuerst, vorstanden, wohlthatig, ja' gar kräftitz wirkten׳ und die- Gemeinden ׳vollkommen befriedigten.— Ist es' hingegen denn Lehrer nur um's-Lehrersein zu thun, um eine Stelld zu bekleiden; glaubt er das- Seine gethan zu haben , wenn er wöchentlich 33 Stunden ertheilt hat und hält er sich bei seinem Abgang vom Seminar für einen׳ ausgebildeten Lehrer, so können wir einen, solchen jungen Mann, nur bedauern und bemitleiden. Dann wird, das Erreichte nur ein äußerer Firniß sein, der die Augen der Welt täuscht, den aber eine׳ kurze Zeit verwischt. Auch solch traurige Erfahrungen hat das '!Seminar gemacht,., ohne sich selbst eine Schuld zuschreiben zu können,- denn eine, Anstalt ist nicht für alle ihre Zöglinge verantwortlich. Wenn' nurdie Mehrzahl den Erwartungen entspricht und die Hoffnungen nicht täuscht; und das Urtheil des Landes spricht sich im Allgemeinen günstig über die Leistungen der Schüler aus. — Schwieriger ist die Beantwortung der zweiten Frage, ob die Lehrer fromm erzogen und ihnen das' JüdenthUm am ׳ Herzen' liegt; denn in dieser Beziehung hat ein Seminar gegen - noch' .mächtigere Feinde und Widerfacher zu kämpfen, gegen den weit um sich greifenden Leichtsinn , und den kräftigen Einfluß,-der Umgebung. Was durch Wort und Rede, durch Ermunterung undÄnfeüernng ,^ dnrch. Beispiel und .Vorbild geschehen, kann, geschieht; den -LeiteM liegt׳ es׳ am Herzen, glaubenstreue Juden zu erziehen der Unter'rrcht' ist ׳ von jüdischem Geiste beseelt, ob aber dieses nachhaltig, g^nug . gegen״ Außen wirkt, dafür kann das Seminar nicht bürgen. חוע מיראת שמים ׳■■־■־ dw י הכל בידי Möge bald Alles, was dem Gedeihen unserer. Anstalt entgegenteirff; beseitigt sein, damit sie immer weiter und wirküngsreicher sich' : entfalte. und׳ zur religiösen und geistigen Hebung unseres Landes, zum HM und^ Wöhle unseres Glaubend immer mehr beistmre.! ־ : , I,. I. Krimke. i Ammer tun g. Zn. einer Anmerkung spricht Ahr Herr-Correspondeut vom- : Geschichtsunterricht an der hiesigen Anstalt. Daß. man die.- Wichtigkeit desselben cm* , I erkannt,׳- beweist! -der Umstand, daß in srühcren Jahren der Herr' Rabbiner. selbst' Ne- \ ün־. Unten ichtsgegenftand übernommen hatte - und nur äußert Umstände ihn׳ zwange׳---»׳ \ denstchfU. —? ich;- hoffe-, nur׳ .für! einige Zftt — aufzugrbcn.- —- Zudemist ׳ der-׳: Ge--״ \ schichtsunterrkcht des H. LebrerS mehr zum Muster und zur Uebung-bestimmt und! nicht so tief etngehcnv, um auf Erwachsene zu wirken.