Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1858-02-01 · Heft 5 (Februar 1858) · p. 249

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 5 (Februar 1858)
Article
Zur jüdischen Schulfrage
Date
1858-02-01
Page
249 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2932754-2932849-2932855-2941988--03368-2942053
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

(! veEvr.M...Hirsch. 24g Schranken, ,jedem organische» Gebilde, sein •"למעוזו" ■f\ seine Sphäre anwetst, hätten ihm dann die ganze tiefe Fülle der Bedentung des אלו<ימ das nach der vollendeLen Schöpfungs-Geschichte an der Spitze der nun weiteren,Entwickelung der Menschengcschichtc steht, in der dann die, Schöpfung des Menschen, noch einmal und zwar in seinem Verhältyiß zur Erdwelt ausführlich erzählt Wird. Es stehe klar vor,'seiner Seele,;wie,, den Menschen einmal hinweggedacht ans dex Schöpfung., Gott. stets nur als אלקים. sich waltend zeigen würde, wie.aber, nachdem Gott den freien Menschen geschaffen, ihn auf die Erde,und über sie gesetzt, das einzige Geschöpf, das die göttlichen Ordnungen und Gesetze verletzen, die Harmonie stören kann, die durch die ganze Erdwelt tönt und, sobald dies geschehen, damit die Berechtigung seines Daseins verloren: Gott nicht mehr blos als אלקים, sondern auch als 'ה waltend gezeigt wird. Wir zeigten nur noch, wie durchgehend in der heiligen Schrift mit wohlerwogener Wahl diese beiden Gottesnamen stets gebraucht werden und — kämen dann mit der Entdeckung, daß freilich nach einer anderen ״tieferen" Auffassung, das noch ganz Anderes bedeute: daß daraus, daß Gott hier einmal als אלקים und dann als 'ה bezeichnet werde, folge, daß der erste Theil des ״Pentateuch" die Genesis von verschiedenen Verfassern herrühre, deren Einer Gott als אלקים, der Andere aber Gott mit 'ה bezeichnet habe; beide Erzählungen seien dann später verbuuden worden. Wir thäten dasselbe allenfalls später rücksichtlich des Namen Jakob und Israel, die ja auch zu der Ansicht von verschiedenen Verfassern Anlaß gegeben haben, — und wenn wir unseren Kindern jenen langen, bangen nächtlichen Ringkampf in der ganzen Tiefe seiner Bedeutsamkeit (— wie. das wohl an einem andern Platze in diesen Blättern von kundigerer Hand näher ausgeführt wird —) vor die Seele geführt haben, und ihnen dann dem gegenüber die entgegenstehende Jämmerlichkeit enthüllen, wahrlich, auch ganz abgesehen von der Göttlichkeit der Thorah, die Kinder würden tief fühlen und dann auch begreifen, auf welcher Sette hier die Oberflächlichkeit und auf *) Wir folgen hier Ideen, di« der Hr. Herausgeber d. Bl. in seinen öffentlichen Verlesungen über yyp entwickelte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.