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Jeschurun · 1858-02-01 · Heft 5 (Februar 1858) · p. 232

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 5 (Februar 1858)
Article
Schewat
Date
1858-02-01
Page
232 (sequence 14)
Language
German
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1232 verkümmern , werden auf Abwege gerätheu, so nicht die Atmv- Wäre, in welcher sie gedeihen und wachsen sollen , so nicht der all- ,gemeine Sinn unseres Volkes wieder der Kenntniß der Thorah sich zugewcndet. ׳ Fehlt dieser Sinn, so werden unsere Anstalten ״Seminartcn" werden, nur von Jünglingen besucht die der einstige Broderwerb zum ״Studium der jüdischen Theologie" und deshalb in's Seminar geführt, es werden geistliche Abrichtungsanstalten werden, aber keine ״Tharbizoth", keine Pflanz- und Pflege-Stätten des lebendigen Geistes der Thorah für Israel, das Gottes-Volk. '- Fehlt dieser Sinn, so wird die frische Lebenslust fehlen , in welchem solche Anstalten allein gedeihen und vor Verkümmerung in einer künstlich erzeugten Treibhausatmosphäre geschützt werden- Es fehlt eine ״jüdische öffentliche Meinung", deren Beifall die Bestrebungrn der Meister und Jünger.zeitigt und deren Tadel Controle übt und Wache hält, daß nicht Ausgeburten hirnverbrannter Gelehrsamkeit und Spielpuppcn subjektiver Hypothesen statt Israels lebendiger Gottes-Thvrah den Jüngern unserer Zukunft zur geistigen Nahrung gereicht werden.! Fehlt dieser Sinn, so fehlt auch jedes Band, das den Jünger! der Thorah mit der Gesellschaft verknüpft, er steht isolirt mit seinem Wissen, außer den Hörsälen des Seminars und dem Studirstübchen seiner bescheidenen Wohnung haben seine Studien keine Geltung, giebts für die geistigen Errungenschaften seiner Arbeit kein Ohr und-kein Bedürfniß, es fehlt die כיור התורה , die Achtung und Werthschätzung der Thorahkenntniß, die dem Jünger der Thorah in früherer Zeit eine geachtete Stellung in der Gesellschaft und die Möglichkeit der Existenz während seiner Studienzeit bereitete. Darum ״lernen" wir! Lasset uns lernen, wenn wir wollen, daß Andere lernen sollen, lasset uns, wie mit allem Guten, so auch in Erfüllung dieser ersten jüdischen Pflicht mit uns selber hxginnen. Lasset uns durch unser eigenes Beispiel den Sinn für die Beschäftigung mit der göttlichen Gesetzeslehre hei Andern wecken. ,Gehe Jeder, der es ernst mit der Thorah meint, in gutem Beispiele voran! ,Denke Jeder, wenn wir einst jenseits kommen , wird ,freilich die erste Frage fein: באמונה, nnw. נשאת? Warst du redlich

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