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Jeschurun · 1858-01-01 · Heft 4 (Januar 1858) · p. 196

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 4 (Januar 1858)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1858-01-01
Page
196 (sequence 13)
Language
German
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196 Grundlinien einer jüdischen Symbolik II. 2. Der symbolische Zweck aller dieser über den Propheten verhängten Zustände und ihm gebotenen Handlungen ist evident, und im Ucbrigen auch ausdrücklich in den Worten bekundet: אוח היא לביר! ישראל! Ja der Zusammenhang der Stellen zeigt, daß hier von diesen symbolischen Handlungen eine Wirkung erwartet wird, die mau vom gesprochenen Wort nicht mehr erhofft. Er soll stumm und gelähmt zu Hause bleiben, weil von der Ermahnung in der Volksversammlung doch für jetzt kein Erfolg zu erwarte» sei; inzwischen aber diese symbolischen Zustände und Handlungen dnrchmachen, ונבאה עליה, und so sein Prophetenamt an Jerusalem erfüllen. Ja, diese Motivirung des Gebrauchs symbolischer Handlungen finden wir noch weiterhin ׳*) ausgesprochen, wo der Prophet auch die Auswanderung ins Exil ebenso vorbildlich vor den Augen des Volkes begehen soll, wie er hier die Belagernng und die Zerstreuung symbolisch vorzubildcn hatte. ״Menschensohn!" heißt es daselbst, ״in Mitten eines ungehorsamen Kreises befindest du dich, die Augen haben zu sehen und nicht sehen, Ohren zu Horen und nicht hören, weil sic nngehorsam sind. Darum, Menschensohn, mache dir Answandernngsgeräthe und wandere am Tage vor ihren Augen aus. Wandere von deinem Orte vor ihren Augen zu einem andern Orte ans, vielleicht werden sie durch Anschauung inne werden; denn ein Haus des Ungehorsams sind sie. Schaffe deine Sachen wie Answandernngsgeräthe am Tage vor ihren Augen hinaus, und du wandere Abends vor ihren Augen aus, wie man in die Verbannung geht. Vor ihren Augen breche dir ein Loch in die Mauer und trage dadurch hinaus. Vor ihren Augen trage auf der Schulter, was du im Dunkeln mit hinausnimmst, dein Angesicht verhülle und siehe nicht die Erde an; denn zum Wahrzeichen für Israels Haus habe ich dich bestimmt. Ich that also wie mir befohlen u. s. lv Da ward das Wort Morgens an mich also: Hat nicht das Hans Israels, das Haus des Ungehorsams, dich gefragt, was du de thuest? Wohlan, so sage ihnen: So hat Gott, mein Herr gesprochcn, den Fürsten in Jerusalem bedeutet diese Prophezeihung und das ganze Haus Jsrctels, in deren Mitte sie sich befinden Sage: ich bin euer Wahrzeichen! Wie ich gethan, so wird ihnci *) Ezech. 12.

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