Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1858)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-01-01
- Page
- 185 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik!!. 2. 185 gekleidet werden müßten. ״Nicht also mein Diener Moscheh —" Und in der That nur an der Schwelle seiner Berufung sehen wir eine Erscheinung: den Dornbusch im Feuer, die ihn zu Gott hinan ries, und eine symbolische Handlung: das Geheiß die Schuhe auSzuztchen, womit er das Bewußtsein der Heiligkeit des Bodens bethätigcn sollte, den er zu -betreten hatte, ״ziehe deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehest, ist ein heiltger Boden!" Fortan jedoch spricht Gott ״Mund zu Mund" mit ihm, וידבר ,ויאמר ר׳ אל משה לאמר, das einfache: ״Gott sprach, Gott sagte zu Moscheh wie folgt" — leitet ferner alle Mittheilungen Gottes an Moscheh ein, und es tritt hier keine Vermittelung durch Symbol dem Worte zur Seite. Wir übergehen hier die ganze Gesetzgebung. Die Frage, ob denn nun auch das göttliche Gesetz Symbole anordnet, synibvlische Handlungen, d. h. That - Aenßerungen und Unterlassungen gebietet, durch welche uns Gedanken, Wahrheiten und Lehren vergegenwartigt werden sollen, diese Frage wird uns demnächst noch beschäftigcn. Wir vollenden zuerst noch unsere Umschau in dem außergesetzlichen Gebiete der göttlichen Offenbarung und verfolgen dieselbe in den Schriften der nachmosaischen Propheten, um zu sehen, ob wir nicht auch dort Mittheilungen Gottes an den Propheten oder durch den Propheten an das Volk durch Symbol vermittelt begegnen. Josua hatte aus Moscheh's Händen die Weiterführung des Volkes in das verheißene Land und die Eroberung desselben übernommen. Er stand so eben vor Jericho, im Begriff seine Feldherrnwtrksamkett mit der ersten Eroberung zu eröffnen. Da erscheint ihm ein schwerdtgerüstcter Gottesbote, der, auf Josuas Frage: waS spricht mein Herr zu seinem Diener? nur die kurze Weisung zu einer symbolischen Handlung ertheilt: ziehe deinen Schuh von beinein Fuße, denn der Boden, auf dem du stehest, ist heilig! Zosua that also — und sollte damit wohl יוסט vorn herein die Heiligkeit und die Gotteshörigkeit und die göttliche Bestimmung des Bodens, den zu erobern er sich anschickte, beherzigen, auf daß er auch mit seinem Schwerdte sich im Dienste Gottes begriffe und den Erfolg seincs Unternehmens nicht von seinen! Schwerdte, sondern von Gott erwarte. Das Land ist im Besitz und langst haben schon 6/6 des Volkes,