Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1857)
- Article
- Aus Hamburg
- Date
- 1857-12-01
- Page
- 158 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Aus dem Hannöverschcn. durch verständige Besonnenheit und einsichtsvolle Energie, durch Wissenschaft und Bildung zu imponiren, der es unternehmen konnte, die angedeuteten Uebelstände zu beseitigen und neues, frisches, jüdisches Leben in unsere Kreise etnzuführen! Daran fehlt es leider, wie es an so Vielem fehlt, und so nehmen denn auch die Verhältnisse eine so trübe Gestaltung an. — Der Herr bessere es zum Guten! — Mus dem Hannöverfcherr, September 1857. Geehrter Herr Redakteur! Im vorigen Jahre enthielt Ihre g. Zeitschrift wenn ich nicht irre, 4 Artikel über Hannover, in welchen ein Theil der dortigen Verhältnisse vortrefflich und treffend geschildert waren. Ich sage, ein Theil der dortigen Verhältnisse — ich habe es mir bisher nicht zu erklären gewußt, weshalb Ihr Herr Correspondent, wenn er von den Instituten spricht, einige Schulen, wie die M. M. David'sche Freischule und I. Jsrael'sche Stistungsschule ignortrt, aber besonders über den Zustand und die Leistungen der dortigen Bildungsanstatt für j. Lehrer nichts sagt, während, so viel ich weiß, sich darüber sehr viel sagen ließe. — Allenthalben giebt die Hauptstadt ein treues Bild des Landes, so auch wohl die Synagogen- Gemeinde Hannover — von allen Gemeinden des Landes. Allentthalben ein gleiches Fortstreben nach Fortschritt in Cultur, nach wissenschaftlicher Bildung, ein krankhaftes Streben nach gesellschaftlichem Anschließeu an Nichtjuden und daraus entstehender Jndifferentismus gegen alles Jüdische. Aber dennoch ist viel Fonds für letzteres, er bedarf nur der Anregung und Cultivirung. Auf dem Lande muß das Streben nach Bildung geleitet werden und zwar kann dies durch den Lehrer nur geschehen — es ist nun eben nur