Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 2 (November 1857)
- Article
- Deutschland : Frankfurt a. M. [Nachricht]
- Date
- 1857-11-01
- Page
- 104 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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104 zu erheben und sie bis zu den auserwählten Großen gelangen zu lassen, die die Vorsehung den Völkern jüv das Glück der Menschheit beschieden. Pachdem er ein.treues Bild von dem gegenwärtigen Stande seiner Wlaubensgenosseu in׳ verschiedenen,Gegenden des Orients gezeichnet, nachdem er sich an.Ort und Stelle selbst persönlich von ihrer Erniedrigung und ihrem unerhörten, bereits Jahrhunderte dauernden Druck in Kurdistan und im persischen Reiche überzeugt, berichtete er darüber in kern Werke, welches er die Ehre hat Ew. K. Maj. als Huldigung eines hochherzigen, mächtigen Fürsten zu Füßen zu legen, welcher dem Orient, dieser Wiege des Menschengeschlechtes, den Willen und die Wohlthaten des eivilisirten Europas zum Bewußtsein gebracht. Dieses düstere, aber wahrheitsgetreue Gemälde enthält bis dahin ׳in Europa unbekannte, und in ihren Einzelheiten herzzerreißende Züge. (Kurdistan S. 61, 64, 66 — Persien S. 160, 226). Wie glücklich ist vas Geschick der Israeliten, die das Glück haben, unter der erhabenen Negierung Ihrer Maj. zu leben, wenn sie ihre Lage mit derjenigen ihrer Brüder vergleichen, die alle Mißhandlungen und täglichen Verfolgungen eines asiatischen Despotismus erdulden, dessen unanfhörliches Opfer sie seit Jahrhunderten sind. Der Unterzeichnete Verfasser spricht freilich nur in seinem eigenen Namen, allem er erfüllt eine Herzenspflicht und löst ein heiliges Versprechen, indem er seine bittende Stimme zu Gunsten Tausender Menschenseelen erhebt, die nur da sind, um zu leiden und die unaufhörlich ihren Blick nach dem Occident, zu jenen Beschützern der leidenden Menschheit hinrickten, die ihre Tage nach Wohlthaten zählen und auf Erden die Boten der Vorsehung sind, die sie begeistert. Wenn der bescheidene Pilger, der sofort seinen Wanderstab wieder aufnehmeu wird, um seine Forschungen fortzusetzen, das hohe Glück hätte den erhabenen Blick Ihrer K. Maj. auf das beklageuswertheste Geschick seiner Brüder zu richten, die jene fernen und wenig bekannten Gegenden bewohnen, so würde er den Gipfel seiner Wünsche erreicht haben. Seine Worte sind zu schwach, um das entsprechend auszudrückm, was er empfinden würde. Er kann nur sein Gebet zum Ewigen erheben u. s. w. Paris, den 12. Juni 1856. I. I. Benjamin II. Berlin. Die ״Ger.-Zeit." schreibt: ״Da die Anzahl der Assessorgen jüdischer Religion bei den Gerichten sich jetzt immer noch mehrt, so hat mau betreffenden Orts auch daran denken müssen, sie zu placiren und für sie Stellen zu finden, in denen sie durch ihre Religion nicht au Ausübung des RichLeramts behindert werden. In Folge Dessey soll jetzt, auch auf Ansuchen einiger jüdischen Familien, beschlossen worden sein, Assessoren jüdischer Religion auch bei den Vormundschafts-