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Jeschurun · 1857-08-01 · Heft 11 (August 1857) · p. 553

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 11 (August 1857)
Article
Aw
Date
1857-08-01
Page
553 (sequence 7)
Language
German
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ZeremiaS. 553 unbekannten Höhen herabgestiegener Berggeborner da, der freilich fremdartig absticht, gegen all das Leben, das in der Ebene sich entfaltet, der keinen Theil nimmt an all dem Ucpptgen, das in dem Gefilde blüht, in dem aber ein Höheres, Frischeres, Lebendigeres, Gesünderes, Ursprünglicheres weht. Bist freilich arm an Allem, was dort in der Ebene gilt! Deine Heere sind gefallen, deine Schatze sind geplündert, deine Altäre sind zerstört, du bist tief hinabgesunken — nichts ist dir von deiner früheren Größe in deine Niedrigkeit gefolgt, als das geistige Erbe, das dir Gott gegeben. Das hast du mit hinaus und hinab gerettet bei dem Zusammenstürz deines übrigen. Glückes, und mit diesem deinem geistigen Schatz im Busen tratst du in Knechtesdienst bei deinen Feinden, aus, daß du überall das Gotteswort der Erlösung bringst und die Menschen durch dich die Eine Wahrheit lernen: ארור הגכר וגו׳ Fluch blüht so lange auf Erden, als die Menschen auf Menschen bauen, nur in dem Schaffen des Menschen ihren Träger erkennen und sich nicht fest und einzig und allein an Gott anklammern. In welchem socialen Gewühle sie sich auch bewegen, welcher Connerionen, Verbindungen und Freundschaften sie sich auch erfreuen, sie sind doch verlasiener als der Vereinsamte in der Wüste. Wie gewandt sie auch auf das Glück specnliren und ihre Zukunft zu fesseln metneil, sie erleben es doch nicht, daß das wahre, dauernde Heil, daß das ״Gute״ kommt. Der ganze Boden, aus welchem sie ihre Wünsche zu ärndten hoffen und auf den sie ihre Aussichten für ihre sociale Zukunft bauen, ist dürr. Er hat die Kraft zu jeglicher Frucht verloren, weil ihm die erste Bedingung allen Erfolges, weil ihm Gott fehlt. ברוך הגבר וגו׳ Segen aber blüht einem Jeglichen, der auf Gott vertrant, und dem Gott in Wahrheit die einzige Quelle seiner Zuversicht bleibt. Wie allein ein solcher auch mit solchem Vertrauen in der Brust stehe, wie dürftig auch äußerlich der Boden seiner Hoffnungen erscheinen möge, er hat sich und seine Hoffnungen an den einzigen, nie versiegenden Quell des lebendigen Wassers gepflanzt, an den Quell, der, wie der Mirjams-Brunnen ihn überall begleitet und an dem jede Faser seiner Wurzeln sproßt. .Er hat nte zu fürchten, was Andere fürchten, ihm hat nie zu bangen, wovor An-

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