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Jeschurun · 1857-07-01 · Heft 10 (Juli 1857) · p. 492

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 10 (Juli 1857)
Article
Thamus
Date
1857-07-01
Page
492 (sequence 2)
Language
German
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®fmmu«. 492 Wie würde die innere Sammlung unS aus der Zerstreuung des Lehens, wie würde die äußere uns aus der Vereinzelung der Selbstsucht und aus der Zerstreuung eines falschen kosmopolitischen Wahns retten, wie würden wir ernster und bedächtiger, einheitlich gesammelter, wie würden wir begeisterter und von jüdischem Gemeinsinn erfüllter aus einem jeden solchen Fasttag hervorgehen! Und welcher Zeit wäre eine solche Sammlung aller Gedanken auf das Eine, was noth thut, dringender von Nöthen, als der nnsrtgen, welche Zeit fordert ernster auf, sich um das eine gemeinsame Heilige zu schaarm und aus der Erinnerung der Vergangenheit und ans dem ewigen Quell der Gottes-Wahrheit sich die Fragen zu lösen, die über unsere Zukunft entscheiden! Welche Zeit liefe mehr Gefahr sich an die mannigfachen Zwecke des in immer künstlicherer Verschlungenheit steigernden materiellen Bedürfnisses des Lebens und an die Jrrthümer eines alles Jüdische als Partikulartsmus fliehenden, falschen Kosmopolitenthnms zu ver- Heren! Welcher Zeit wäre also wie der unsrtgen zuzurufen: Verliert euch doch nicht in der übergroßen Hast euch selbst zu suchen! Kommt doch einmal zu Euch und besinnt Euch was Ihr denn wollt! Fragt euch doch einmal, ob ihr denn nicht in der Nähe habet, was ihr in der Ferne, und' oft vergebens in der Ferne suchet, ob denn nicht vielleicht in eurem Innern, in diesem eurem eigenen, eurer Macht völlig hingegebenen Innern das Glück und der Friede zu finden wäre, das ihr mit so vielem Schweiße einer widerstrebenden äußern Welt mühsam ahkämpfen zu müssen vermeinet! — Welcher Zeit thäte es dringender Noth das Bewußtsein zu weckeu, das kosmopolitischc Welten-Heil werde am besten befördert, so jeder seines Theilö, an seiner Stelle, die ihm von Gott gewordene Aufgäbe voll erfüllte, das kosmopolitische Heil liege völlig zu Boden, so Jeder Alles seiy möchte, und darum vergäße, seinen besondern, in dem Bereich des Möglichen umschränkten Kreis mit freudiger Hingebung auszufüllen! "״ ,קראו ״צום" ,קרשו "עצרהLadet zur Sammlung, heiligt Beschränkung!" DaS ist der Grundton jedes Aufrufs zum Fasten, und wenn wir nun an einem solchen Fasttage uns sammelten, unsere Gedanken einmal zurückrtefen von dem Schweifen in die Ferne, von der Zersteruung in das Wette, wenn uns ein»

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