Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1857)
- Article
- Die Wüste Sinai
- Date
- 1857-06-01
- Page
- 483 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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nach HoratiuS Bonar. 483 oder irgend welches Alphabet in den letzten achtzehn Jahrhunderten gänzlich verloren gegangen. Dia nun jene Inschriften den ׳Wänderern der ersten Jahrhunderte der christlichen Zeit zuschricbe», durften kaum über die Schwierigkeit wegkommen, daß Griechen oder griechisch redende Aegypter — und mit wenigen Ausnahmen gehörten die Wanderer damaliger Zeit einer von diesen beiden Kategorien — Denkmäler in einer Sprache zurückgclasscn haben sollten, die nicht die ihre war, in einer Sprache, die bis auf die wenigen Spuren aus diesen alten Felsen, untergegangcn ist. Ueber die allgemeine Physiognomie und Stellung dieser Inschrtften sagt Bonar: ״Sie sind flach, ungeregelt, zerstreut. Keine Künstlerhand, keines klugen Meisters Werkzeug ist in dieser Steinschrift zu merken. Sie sind durchweg in keiner bedeutenden Höhe angebracht; einen großen Theil konnten wir mit der Hand abreichen, zu den anderen auf einer Letter von mäßiger Länge kommen. Stricke und Gerüste brauchten wir zu keiner." In den Zeichnungen, die als Proben beigebracht werden, sind einige Buchstaben des althebräischen, mehr aber des phontztschen Alphabets. Für manche Charaktere fand Bonar kein Analagon, weder in jenen, noch in diesen.