Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1857)
- Article
- Die Verwendung der Veitel'schen Stiftung
- Date
- 1857-05-01
- Page
- 426 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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426. Die Verwendung wie, so wichtig es mich ist, daß der Jude im Stande sei, alle Rechte eines Bürgers auszualben, gleichwohl es von noch größerer Wichtigkcit sei, daß er sie anfzugebcn wisse, wo ihre Ausübung auch nur das kleinste Opfer an jüdischer Gesinnnung und Charakter erforderte; wie der größte Dienst, den der Jude einem Staate und der Menschheit im Großen und Ganzen leisten könne, der sei, daß er eben Jude sei und bleibe, nicht bloß dem Namen nach, sondern nach allen den Momenten, die ihn! zum Juden machen, und wie keine Auszeichnung, für welches Talent oder Verdienst auch immer, ihn adle, wenn mit dem Opfer auch nur Eines solchen Momentes erkauft. Wohl aber gestattet es uns der Raum, diese feurigen Gemüther aus die Blätter unsrer Geschichte hinzuweisen, die ihnen den Ausgang aller solcher Kümpfe lehren wird, die die unausbleibliche Folge der Derbreitnng ihrer Meinungen sein werden. Als nach dem Tode Alexanders des Großen das Judenthum in Contakt mit dem Hellenismus kam, war die Folge ein großer Abfall, der dann endlich zu jenem Zusammenstöße unter den Makkabäern führte. Das Judenthnm triumphirte. schleßlich über die fremden Elemente. Aber wer zahlt die Leichen, wer die Todeskampfe, die der Nation in und vor den Kämpfen anserlegt worbend Und als, Jahr- Hunderte spater , zur Zeit des Kaliphats, das Judenthum in Spanien und im Osten mit dem Mahomedanismus in Berührung kam, und mit ihm versetzt und durch ihn verfälscht werden sollte, folgte wieder ein Kampf, aus dem natürlich gleichfalls das irnvergängliche Judenthnm a!ls Sieger hervorging. Aber um welchen Preis! — das weiß nur der, der sich mit diesem bisher noch nicht genug aufgehellten Theil der Geschichte eingehend beschäftigt hat. Und wiederum,, als gegen Ende des vorigen Jahrhunderts christliche Anschannngk». auf jüdischem Gebiete zur Geltung gebracht werden sollten,, da erfolgte eine Bewegung und ein Kampf in Deutschland, der noch nicht ausgekämpft ist, während dessen aber, viel Herr- I ich es unk Vortreffliches für die jüdische Gemeinde verloren ging. Des Kampses Ansgang kann nicht zweifelhaft sein. Es ist Gott selbst, der ewiges Leben dem Jndenthume eingehaucht Es ist unvergänglich und ewig wie Gott!. Jedoch, wenn auch nnverganglich, so ist es doch nicht unverwundbar. Ach tief,, tief sind die Wunden, die! während der Kämpfe den. jüdischen Rethen, geschlagen