Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 7 (April 1857)
- Article
- Nissan
- Date
- 1857-04-01
- Page
- 345 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Die ארבעה בנים. 345 ״Wenn daher dein Sohn," beim Anblick dieser Weihe, ״dich einst fragen wird: 1מה זאו? so sage ihm: בחזק ■יד, mit Gewalt hat uns Gott aus Mizrajim, aus der Sklavenheimath geführt. Da war es, als Pharao sich im Starrsinu weigerte, uns ziehen zu lassen, da erschlug Gott alle Erstgeburt im Lande Mizrajim von Erstgeburt des Menschen bis zur Erstgeburt des Thiercs. Darum opfere ich Gott alle männlichen Erstlinge des Mutterschooßes und alle Erstgeborne mei- «er Söhne löse ich aus. Dir darum sei es zum Zeichen an deiner Hand und zum Diadem zwischen deinen Augen, daß בחזק יר Gott uns aus Mizrajim geführt." Die Mitternachtstunde, die dich zur Freiheit und Selbstständigkeit ries, in welcher die siegende Gottesrechte dir Haus und Etgenthum wtedergab und dein theuerstes Gut, deine Kinder wieder als dein eigen an die treue Vaterbruft dir legte, die Mitternacht, die dich zum erstenmale wieder selig im Familienkreise vor deinem Gotte schaute, die Mitternacht zeigte dir Paläste und Hütten deiner Dränger in ihren edelsten Blütheu tödtlich getroffen. Nicht seinen letzten, verachtetsten Sklaven wollte Pharao dem Gottesgeheiße bewilligen, und mußte diesen Gott verleugnenden Trotz mit dem Tode seines theucrsten Sohnes büßen. Die Erfahrung geleitet dich durch das ganze Leben deiner von Gott wieder erhaltenen Selbstständigkett. Ihm gegenüber nennst du nichts dein. Du stellst ihm dein Theuerstes zu Gebote. Zn deinen Erstgeburten weihest du ihm alles Lebendige deines Kreises. Alles, was ׳dir athmet, athmet Ihm, und indem du deine erstgebornen Söhne auslösest, sagst du dir und ihnen: nur.indem wir unsere Kinder den! Gesetzeshciligthum unseres Gottes weihen, erkaufen wir uns Segen und Blüthe für sie. Ueber alle unsere Habe ruft aber die Erstgeburtweihe aus Egyptens Todesnacht die ernste Warnung hin: אם לא תפרה וערפה! Was du nicht durch Anerkennung der Gotteshörigkett auslösest, dem gräbst du selber das Grab! Und wiederum, nicht nur, wenn du im seligtrunkeucn Vatergefühle deinen Erstgebornen zu Gott emporhebst, dein lebelang sei dir diese Gotteshörigkeit aller jüdisch Lebendigen gegenwärtig. Was einem Pharao erst in Todesangst die Gottesallgewalt nbringen mußte, das sei nicht nur das verhüllte Zeichen an deiner Hand, der stille Hebel deiner Thaten, das sei dein Schmuck und deine Zier, daS sei dein