Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1857-02-01 · Heft 5 (Februar 1857) · p. 267

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 5 (Februar 1857)
Article
Deutschland : Wien [Nachricht]
Date
1857-02-01
Page
267 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2932754-2932835-2932841--02349-2940789
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Zesehumm. Dritter Jahrgang. Erstes Beiblatt zum Mruarheft. Ausgegeben den 1. Februar 1857. In dieses Beiblatt werden Inserate zu 3 kr. pr. Zeile oder deren Raum ausgenommen. Deutschlands Wien. Am 4. Januar d. I. hielt der ״Verein für fromme und wohlthätige Werke: Clievra-Radischa'' zu Wien eine Generalversammlung und hat der Vorstand dieses Vereins die bei dieser Versammlung gehaltenen Vorträge auf vielseitiges Verlangen in Druck legen lasten und sie den Mitgliedern zu Erinnerung an die erhebende Feierlichkeit übersendet. Wir entnehmen der uns freundlichft zugesandten Broschüre einige auch für weitere Kreise interessante Notizen. Der Verein ist der Leichenbestattung und der Krankenpflege gewidmet. Es waren dreizehn Jahre verflossen, seitdem die Mitglieder desselben sich zum letzten Male zu einem heitern Brüdermahle vereinigt gesehen. Der der Versammlung vorgelegte Bericht zeigt für das verflossene Jahr 237 beitragende Mitglieder, deren Jahresgelder sich zusammen auf 2320 fl. beliefen. Gleichwohl hatte sich, und namentli^ durch die Nothwendig- Seit des Ankaufs und der Umfriedigung eines neuen Leichenhofs, das Bedürfniß fühlbar gemacht, dem Vereine neue Mitglieder zu gewinnen. Sie hatten sich zahlreich bereit gefunden. Dies die nächste Veranlassung der Versammlung. Der beredte Prediger Mannheimer, welcher die Versammlung im Namen des Vorstandes zu begrüßen hatte, äußerte nach den einleitenden Worten: ״Kommen wir unserer heutigen Aufgabe näher, so kann ich nicht leugnen, daß ich wohl wünschen möchte, daß die brüderliche Liebe und Milde eine mehr werkthätige wäre. Ich meine das, Gott behüte, nicht in dem Sinne, als wäre nicht jede Hand bereit ihr Schärflein zu jedem milden und brüderlichen Werke beizutragen, und ein so bedeutendes und gewichtiges, daß wir es gar nicht so nennen würden, wenn wir ein anderes Wort hätten. Ich meine nur, daß ich es lieber sehen würde, wenn wir nicht nur mit unseren Gaben, sondern auch mit unserer Persönlichkeit, Theilnahme, Verwendung eben so'kräftig und entschieden eintreten und einstehen mochten. Wer kennt nicht die weltkundige MiKühätigkeit der Gemeinde, der wir angehören, wo gäbe es eine, die ihr gleich käme, sie überträfe? — Aber ich muß doch an das alte Wort erinnern: .יש אדם שגופו ־חביב עליו ממומנו ויש אדם שממונו חביב עליו מגופו. Es ist doch immer nur die Vermittlung, die Stellver-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.