Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1857)
- Article
- Teweth
- Date
- 1857-01-01
- Page
- 172 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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172 Teweth. trübtem Lichte leuchte, und es fallen Geister und Gemüther dem jüdischen Heiligthum wieder zu, für welches ihnen nur die Erkenntniß gemangelt. Wohl aber den Sinn haben wir zu fürchten, der, mit römischer Klugheit eines systematischen Materialismus, an sich alles Heilige und Gute, alles Göttliche und Wahre verlacht, die ganze Richtung des Menschen auf etwas Höheres im Innern eine Thorheil schilt, dabei aber äußerlich Religion und Tempel, auch wohl Erziehung und Bildung bis auf einen gewissen Grad unangetastet läßt, ja wohl auch für unumgänglich nothwendig — zur Sicherung und Erhaltung der materiellen Zwecke und Güter findet; den haben wir zu fürchten. Er läßt das Heiligthum in seiner äußern Erscheinung stehen, aber verkehrt es im Geiste der Menschen in sein Gegenthetl. Fürchtet die Richtung, die euch den Werth der Wissenschaft und Kunst in ihren industriellen Triumphen erkennen lassen will, fürchtet die Richtung, die vyn euch Erziehung und Bildung eurer Kinder fordert, damit sie Brod und bürgerliche Vorthcile von den Menschen erringen, fürchtet die Richtung, die von euch fordert, daß ihr Tempel bauet und auf ״Religion" haltet, weil Tempel und Religion zur bürgerlichen Ordnung des Volkes gehören — — Auf Chanuckah folgt Teweth. Der hellenische Geist hat unser» Tempel angegriffen und ward überwunden. Rom ließ unfern Tempel stehen, — ja seine Kreatur bauete ihn glänzender, wundervoller auf als je, — und es hat ihn begraben!