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Jeschurun · 1856-12-01 · Heft 3 (Dezember 1856) · p. 129

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 3 (Dezember 1856)
Article
Die durch die Pariser Conferenzen angeregte Bewegung in Frankreich
Date
1856-12-01
Page
129 (sequence 2)
Language
German
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Die durch die pariser Conferenzen angeregte Bewegung 129 seines Bezirkes und somit ein kompetenter Beurthetler der betreffenden Verhältnisse. Auch von den Briefen des Herrn Gradis werden wir Auszüge mittheilen, da dieselben sowohl im Allgemeinen beachtenswerthe Bemerkungen enthalten, als sie auch die französischen Zustände und die Bestrebungen des Ccntral-Consistoriums in einem Lichte zeigen, das jedes Wort, welches unsere frühern Artikel über die durch das Verfahren des Central - Consistortums gefährdeten Rechte der Gemeinden gesprochen, vollkommen rechtfertigt. Während indeß unsere Artikel diese Conferenzen einerseits hiusichtlich der formalen Illegalität ihrer Vornahmen der unantastbaren Autonomie der Gemeinden gegenüber besprachen, andrerseits insbesondere den so überwiegenden Nachdruck bedauerten, den auch sie so auffallend auf Gegenstände des öffentlichen Cultus legen, und doch der Schwerpunkt des jüdischen Lebens in ganz anderen Beztehungen liegt, wenden sich die obenerwähnten drei Schriften vorzüglich der Ungesetzlichkeit der von den Conferenzen beabsichtigten Reformen und der dadurch unfern religiösen Prinzipien drohenden Gefahren zu. Das Sendschreiben der Comisston 668 Lonssrvatours du Judaisme beleuchtet die Conserenz an der Hand eines von dem Oberrabbtner des Central-Consistoriums erlassenen Hirtenbriefes, dessen Widerspräche es aufdeckt und zeigt, wie die in dem Hirtenbriefe aufgestellten Grundsätze selbst über die Arbeiten der Conferenz den Stab brechen. Dieses Sendschreiben, die Gesinnung die es athmet, der Kreis von Männern von denen es ausgeht, ist, abgesehen von der Heiligkeit der Sache, die es in so schöner, offener Weise vertritt, ein erhebendes Beispiel und ein weithin zu vernehmender Protest gegen die moderne Verirrung, der es auch im Priesterreiche des Judenthums die Unterscheidung von ״Laten" und Geistlichkeit einzuführen gelüstet, ist ein nicht genug anzupretsendes Muster, wie im jüdischen Kreise nicht Bäfchen und Talar, nicht Verbriefung und Bestallung die Berechtigung ertheilt, wie vielmehr dort Jeder berufen ist, für Gott und seine heilige Sache das Wort zu führen, dem der Bruch der Zeiten zu Herzen geht. Wahrlich, Diejenigen, die, um dieses Sendschreiben zu entkräften, in der französischen Presse mit so vieler Emphase nach dem ״geistlichen" Beruf dieser Männer gefragt, und verächtlich daraus hingewiesen, daß es ״nur" von

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