Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 2 (November 1856)
- Article
- Cheschwan
- Date
- 1856-11-01
- Page
- 61 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Cheschwan- 61 der Israel zur Pflichttreue bringen, und sie zur Erfüllung der Mtzwoth heranerziehen wird. Lerne hieraus, daß Elkanah's Verdienst wir Samuel verdanken, הא למדת שבשכר אלקנה שמואל!" Wie viel, wie unendlich viel hatten wir hieraus zu lernen! Wenn es eine Zeit gab, in welcher das: התגאה לפניו. במ2ות, zeige dich schön in der Erfüllung der Mizwoth vor Gott, 'ואהבת אח ה אלקיך שיהא שם שמים מתאהב על ירך liebe Gott so, daß sein Name auch bei Andern durch dich geliebt werde", zu jedem Einzelneil in Israel gesprochen ist, so ist es heute. Die Zeit ist gekommen, in welcher das קידוש השם in seiner vollen ursprünglichen Bedeutung zur Geltung kommen will, nicht nach Außen für nichtjüdische Be- - wußtsetn, sondern nach Junen, in eigenem jüdischen Kreise, בתוך בגי ישראל, Gottes Namen zu heiligen, seine und seiner Thorah Heiligkeit zur Anerkennung zu bringen. Und welch ein Feld unablässig Herrlichen Strebens eröffnet sich dem Einzelnen hier für das Heil der Gesammtheit! Nicht vonKonventikeln und nicht von Grabesgeruch duftender tnnern Mission ist hier die Rede. Mitten im frischen, lebendigen Leben soll jeder sich selbst die Mission für das große Werk des Judenthums auferlegen und nicht durch Traktätlein und zudringliche Predigten, nicht durch מבת ברושים, nicht durch pharisäischen Heiligenschein und Leichenbittermienen, sondern durch ein frisches, volles, geistig heiter vollendetes, jüdisches Leben, rein durchs Beispiel als leuchtenden Sendboten für Gottes heilige Sache sich bewähren. Elkanah und Channah gleich sollten wir in allem Gilten und Löblichen, in allem Reinen und Wahren aus der lichten Höhe der Zeit erscheinen, mit aller Hingebung als אפרחים die Feinheit der Bildung und den Anstand der Sitte erstreben, daß uns auch Diejenigen ihre Achtung nicht zu versagen vermögen, die nur diese socialen Vorzüge zu schätzen wissen. Und so ganz auf der socialen Höhe der Zeit, im Lichtpunkt der Welt nun mit dem vollendetsten Ernst, mit der freudigsten Begeisterung Jude und Jüdin sein, die ganze Herrlichkeit eines durch und durch den Mizwoth geweihten jüdischen Lebens zur Anschauung bringen, zeigen, durchs bescheidenstille, und doch so öffeirtlich leuchtende Beispiel zeigen, in welcher Schöne das alte ungeschmälerte, Judenthum im Bullde mit allem Herrlichen und Guten ächter Bildung sich vollenden lasse, ja alles Gute und Schöne, alles Wahre und Edle der allgemeinsten huma-