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Jeschurun · 1856-10-01 · Heft 1 (Oktober 1856) · p. 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 1 (Oktober 1856)
Article
Palästina [Nachricht]
Date
1856-10-01
Page
51 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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51 auf solch einem gesegneten Erdboden, wie Palästina, sich von ihrem Fleiß durch Oeconomie zu ernähren. Freilich längst schon hatte Etwas für den Ackerbau geschehen können; allein die Furcht in Europa, es möchten alle Almosen der Armen für den Ackerbau verwendet werden, und bis dieses Geschäft gelänge, könnten Tausende armer Menschen vor Hunger sterben, scheint die Ursache gewesen zu sein, daß man das Ackerbau- Coirütd inJerusalem aus allen Seiten angriff und es aufzulösen suchen. Freilich ist es ein schlimmes Ding von Almosen ein Feld, Ochsen, Haus und Materalien zu kaufen, von Almosen welche nicht fü?s trockene Brod hinreichen. Sir Moses Montefiore gab, als er in Jerusalem war, mehreren Familien in Zafet und Tebariah sechs Pfund Sterling (für jede Familie) um; Ackerbau zu treiben. Was können aber £ 6 wirken? Jerusalem hat Sir Moses um Unterstützung des Ackerbaus sehr gebeten, aber sie wurden nicht erhört. Und so ist für Jerusalem nichts geschehen. Sehr auffallend ist es, wie ״Jewisli Chronicle and Hebrew Observer/y mehrmals publieirten, daß Jerusalem für Agrieultur fünf hundert und siebenzig Pfund Sterling bekommen habe; ja selbst die ״Times" berichtet dieses, wahrend man doch hier gar nichts davon weiß. — Im Ausland glaubt man vielleicht, die Armen leben hier vom Ackerbau, man brauche keine Spenden mehr zu geben; daher sehen wir uns gedrungen zu erklären, daß dem nicht so sei. Die Baumwollenhöhle in Jerusalem. Seit die Amerikaner und Engländer in der heiligen Stadt sich angesiedelt haben, ist schon mancher wichtige Fund gemacht worden, welche der Archäologe im voraus willkommen heißt In den letzten Jahren fand man unter dem Nordost-Bezirke der Stadt eine große Höhle, welche von amerikanischer und englischer Seite zuerst näher gewürdigt wurde. Der Zerfall eines Theiles der Stadtmauer in neuerer Zeit führte zur Wiederaufsindung der Höhle, welche Medschir ed-Din im 15. Jahundert Bauwollenhöhle nannte, und von welcher er schrieb daß sie den Gräbern Sahera (Jeremiashöhle,) südlich gegenüber unter der Nordmauer der Stadt liege, groß sei und, nach einigen, bis unter die Felsenmoschee (Sachra) sich erstrecke. Diese historisch gerechtfertigte sowie andere Nachrichten von unterirdischen Gängen und Höhlen im Nordwest-Bezirke der Stadt machen es glaubwürvig genug daß das von Jerusalem gesagte cavati sub terra montes des Taeitus seine volle Richtigkeit habe, und man darf wohl annehmen daß die Stadt in der Tiefe beinahe völlig unterhöhlt sei. Diese Höhle liegt gerade gegenüber der Jeremiashöhle, am Ende der nördlichen Stadtmauer wo die schiefen Felsschichten ummauert sind, und sie wurde innerhalb der Stadt in südöstlischer Richtung bis auf eine Strecke von 500 engl. Fuß verfolgt, ohne daß das Ende erreicht war. Die Höhle ist unregelmäßig, sehr hoch, der Boden uneben mit abgeschlagenen Steinen ja oft ganzen Haufen Steinsplitter bedeckt. Der Steinbruch ist unverkennbar. Man trifft noch halb ausgehamne

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