Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 12 (September 1856)
- Article
- England : London [Nachricht]
- Date
- 1856-09-01
- Page
- 678 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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678 tigkeits-Anstalten aufgebrackt, und noch andere L 13,000 von PrivE Mildthätigkeit gespendet. Wir hatten angegeben, daß nach der׳ ersten׳ÄM7 gäbe auf jeden Kopf der 20,000 Seelen zählenden jüdischen Bevölkerung! 15 Schillinge kommen, gegen 9 Schillinge auf jeden ProieflÄstenD dies Verhältniß, nach dem der Jude 2/3 mehr leistet, als sein^ prvtestäW l tischer Mitbürger, steigert sich nach den letzten Angaben bis-auf i:":; 3£י! indem auf je 9 Schillinge der übrigen Bevölkerung £ 1^ 9!Schill. deW jüdischen kommt Dies ist ein Resultat, bemerkt I. CH, . das geeignet ist, die Brust jedes Juden mit gerechtem Stolz und wahrhafter Freude zu erfüllen. Aber das Bild habe, wie seine Licht-, so auch seine Schattenseiten. Wenn wir den Zoll der Bewunderung den wohlthätigen Gesinnungen der Gemeinde gezollt, so dränge sich uns doch die Frage auf, wie so eS komme, daß trotz der ungeheuren Summen- Hie׳ öffentlich und privatim zu wohlthätigen Zwecken gespendet würden, Noth und Elend doch ebenso weit und in derselben Größe verbreitet, —. daß die Armuth, wenn nicht im Wachsen, so doch nicht im Abnehmen begriffen sei; — daß die Pforten der Mildthätigkeit noch ebenso dicht von dringend Flehenden besetzt seien, wie jemals; daß die öffentlichen Schulen, mit/ wenigen Ausnahmen, nicht jene Vollendung und jenen Fortschritt ent-! falten, wie es die ungeheuren Summen, die zu ihrer Unterstützung'׳vW wendet werden, zu erwarten berechtigten. Man sollte glauben, daß mits £ 40,000, die alljährlich für das Wohl einer Gemeinde von 20,000! Seelen aufgebracht werden, uns kein anderes Bild des Elends aufstoß ^ntvürde, als Leute, die mit körperlichen oder geistigen Nebeln behaftet-/-^- daß die Wohlthätigkeit der öffentlichen Anstalten die Nothwendigkeit' dringen-! der Anrufungen der Privat-Wohlthätigkeit aufheben würde, — und! d astendlich! jede Schule in reichlichem Maaße mit allen Hülfswitteltt.^üD serungen versehen sei, die in neuerer Zeit für den Unterricht inÄüwendung gekommen, und durch Gewährung eines . reichlichen '' Lehrkräfte vorhanden wären. Es fehlten jedoch noch mancheFwöMMW Anstalten, deren Mangel sich vurch das tägliche Znnehmen der Gemeinde! immer fühlbarer machte, wie z. B. ein Arbeitshaus. Es sei nicht eine einzige Gesellschaft vorhanden,׳ die sich die geistige und sittliche Hebung ihrer Brüder zur Aufgabe gemacht; keine, deren Mitglieder es unternäh-׳ men, die Masse über ihre religiösen Pflichten, über die Heilighaltnngr des שבת re. zu belehren und anfzumuntern. Das Gemeindebudget, das׳ so bedeutende Summen für die öffentliche Wohlthätigkeit enthalte, müßte' nicht nur zur Hebung aller physischen Bedürfnisse der Masse hinreichendsondern würde wohl noch einen bedeutenden Ueberschuß für Anstalten werfen, die dessen geistige Hebung und Förderung zum Zwecke hätten. | Unabweisbar ergebe sich aus dem eben bezeichneten Sachverhaltes vaß in irgend einer Weise diese beträchtlichen Summen nichtgehörig aM gewendet würden. Weder einem der. Gemeindeämter, noch . eineml Comit6, noch dem Einzelnen könne die Schuld hiervon beigemessen weH 'S