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Jeschurun · 1856-09-01 · Heft 12 (September 1856) · p. 654

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 12 (September 1856)
Article
Einweihung der von Frau Elise von Herz Lämel gestifteten Anstalt in Jerusalem
Date
1856-09-01
Page
654 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Einweihung der von Frau Elise von Herz Lämel gestifteten Anstalt in Jerusalem.*) Zu Folge eines eingelaufcnen amtlichen Berichtes hat die feierliche Einweihung der von Frau Elise von Herz-Lämel gestifteten Simon Edlen von Lämel'schen Lehranstalt in Jerusalem stattgefunden. Das für die Anstalt gemiethetc Haus war in allen Räumen mit roth-weißen Fähnchen geschmückt, um die Gäste zu empfangen, wo der Lchrsaal, ebenfalls mit den österreichischen Farben geziert, auf breiter Flagge in prachtvollem Rahmen das Bild Sr. Majestät des Kaisers ׳von Oesterreich — ein Weihgeschenk der Stifterin — sehen ließ; diesem gegenüber das Bild des in Gott ruhenden Hrn. Simon Edlen von Lämel. Die Wände entlang Abbildungen naturhistorischer Gegenstände, biblischer Szenen u. s. w. für den Anschauungsunterricht. Der k. k. vsterr. Consul, Herr von Pazzimani, empfing mit Hrn. Dr. L. A. Frankl die Gäste; fie begrüßten zuerst Se. Excellenz den Pascha von Jerusalem, Großkreuz des Franz-Josef- und anderer hoher Orden mit seinem glänzenden Gefolge, dann den Chacham Baschi Abulafia, Großrabbiner von Jerusalem(?), mit seinem ganzen geistlichen Kollegium (Spnhedrton) (?). Es erschienen ferner *) Wir lassen diesen uns unterm 20. August aus Wien zugesandten Bericht in wörtlichem Abdruck folgen. Hoffentlich werden die durch die Denkschrift des Hrn. Deutsch eingeleiteten Schritte diese Angelegenheit in ihrem wahren Sachverhalt enthüllen. Dieser Bericht enthält nichts zur Entkräftung der in jener Denkschrift enthaltenen Darstellung. Alle die bei dieser Einweihung entfaltete, von dem unzweifelhaften Schönheitssinn der Festordner zeugende Pracht giebt noch nicht die geringste Gewähr für den Geist der eröffneten Anstalt, und kann noch immerhin der Schmerz der um ihre religiöse Zukunft bekümmerten Gemeinde, für die zunächst diese Anstalt bestimmt ist, einen trüben Contrast zu dem heitern Anstrich dieser Feier gebildet haben. Red.,

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