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Jeschurun · 1856-08-01 · Heft 11 (August 1856) · p. 613

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 11 (August 1856)
Article
Entdeckung alter Steinbrüche bei Jerusalem
Date
1856-08-01
Page
613 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Miscellerr. Entdeckung alter Steinbrüche bei Jerusalem. ״Während eines Besuches in Jerusalem im Frühjahr 1855 sagt Hr. Douglas, wurde ich mit einem sehr verständigen Hebräer bekannt, welcher mir sagte, es befänden sich ausgedehnte Steinbrüche unterhalb der Stadt, und es sei wohl'außer allen Zweifel gestellt, daß ans diesen Steinbrüchen die beim Bau und Wiederaufbau des Tempels erforderlichen Steine genommen worden. Er sagte mir, die Höhlen seien zugänglich durch eine kleine Oeffnung unter der nördlichen Mauer der Stadt; er sei vor einiger Zeit mit zwei Engländern htnabgestiegen, und habe mit denselben mehrere Stunden in Erforschung der Höhlen zugebracht, die so umfangreich seteu, daß sie nicht nur Steine genug für den Bau des Tempels, sondern für ganz Jerusalem, die Mauer miteingeschlossen, liefern könnten. Er drückte mir seine Bereitwilligkeit aus, mich zu begleiten, schlug aber vor, erst nach Eintritt der Dunkelheit dahin abzugehen, weil er fürchtete, die türkischen Wachen möchten auf uns schießen oder uns mißhandeln, wenn sie uns wahrnähmen. Da sich bet mir auch zwei Damen und meine beiden Sohne befanden, welche vom gleichen Wunsche, diese Höhlen zu sehen, beseelt waren, da ferner die Thore der Stadt bei Sonnenuntergang geschlossen werden, und außerhalb der Stadt sich keine Häuser befinden, so wollte ich auf den Vorschlag, die Nacht unter freiem Himmel zuzubringcn, nur dann etngehen, wenn ich bei näherer Prüfung der Sache fände, daß wir nichts Besseres thun könnten. Wir machten uns daher auf den Weg, um Lage und Größe der Oeffnung zu untersuchen. Wir fanden sie etwa 150 Ellen östlich vom Damascus-Thore. Sie schien dem Eingang in die Höhle eines wilden Thiers zu gleichen. Ueber der Oeffnung gab es keinen Schutt, wohl aber einiges Hochgras und Unkraut. Eintretende Personen konnten zwar von den Wachen gesehen werden, allein wir hielten dies für nicht sehr wahrscheinlich, weil die Soldaten gewöhnlich innerhalb des Thores verbleiben und nur sehr selten einer außerhalb

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