Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 11 (August 1856)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-08-01
- Page
- 602 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2932754-2932821-2932833-2940063--01800-2940138- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
602 זרע ישראל Proben a. b. l. Nachl. d. H. Zs. Deutsch u. s. w. Herren Herausgeber dadurch motivtren, weil sie ״hochwichtige Zeitfragen besprechend, geeignet sind, ein allgemeineres. Interesse zu beanspruchen, und weil sie gleichsam einen Karen Spiegel der innersten Seele des Verfassers abgeben, indem er sich hier über oben erwähnte Zeitfragen, einem gelehrten, freier denkenden Freunde gegenüber, und gewiß ganz ohne allen Rückhalt ausgesprochen." Es kann nicht der Anerkennung deö Ref. bedürfen, um dir obige Schrift allen, die noch Herz und Sinn für das Judenthum haben, auf's Wärmste zu empfehlen; die Herren Rabbiner Israel und David Deutsch sind auch in weiteren Kreisen insbesondere durch den Kamps, den dieselben vor mehr als einem Decennium für die heilige Sache deS JudenthumS mit edlem Eifer und wahrhafter Selbstverleugnung führten, jedem Unbefangenen von einer zu vortheilhaften Seite bekannt, als daß man sich nicht mit Zuversicht der Erwartung ergeben dürfte, daß einer Schrift, welche die erwähnten Namen an ihrer Spitze trägt, eine freudige Aufnahme zu Theil werden wird; darum mögen hier nur einige Stellen derselben Platz finden, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf sie zu lenken, und die Gediegenheit des Urtheils, sowie die rühmenswerthe, nur im Bewußtsein von der Wahrheit der vertretenen Ansichten beruhende Freimüthigkeit erkennen zu lassen, durch welche dieser briefliche Nachlaß des Herrn I. Deutsch s. A. trotz seiner fragmentarischen Form zu den empfehlenswerthesten Schriften der neueren jüdischen Literatur gezählt zu werden verdient, welches Urthetl durch einige Proben aus jener Schrift seine volle Rechtfertigung finden wird. In einem Briefe vom 6. Adar 5604 (25. Februar 1844) schreibt Herr I. Deutsch seinem Freunde: ״Sie sagen die Orthodoxte todt, und klagen, daß man das Todte nicht begräbt. — Dies ist im Grunde nichts Neues, vielmehr ist diese Redeweise in uuseren Tagen zur stehenden Phrase geworden, und nicht ohne allen Grund. So sagt mancher polnische Jude, seines Weibes überdrüssig, in der wetten Welt sich herumtreibend, dieses Weib todt, sobald ihm ein anderes gefällt. Die Orthodoxie ist aber in Wahrheit nicht todt, sie letzt im Herzen von Millionen ihrer Bekenner, sie lebt und beseligt diese, verleihet ihnen noch jetzt, wie ehemals, Muth und Kraft, Schmach und Hohn und Druck mit Gletchmuth zu ertragen, sie ist noch jetzt Hunderttausenden Geknechteten und Gemißhaudelten de fü sit st to st' A le bi kc d> 11 st V s. 0 s f f z r ז I (