Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1856)
- Article
- Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
- Date
- 1856-07-01
- Page
- 558 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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558 Die Confercnzen Mischeberach und Haschkawa-Beschränkung, Einführung des Kindersegens während der ברכת כהנים zu Mußaf das 28 הרחמים-Gebet, Gleichförmige Ceremonien bei Trauungen und Beerdigungen, Seelengedächtniß am Jom Kipchur, Knaben- und Mädchen-Einsegnung und Orgel! Die Conserenzen der Grands rabbins beginnen mit der Piutim-Frage und der letzte Wunsch, in den sich die Conferenz einigt, mit dem sie ihre Sitzungen schließt, ist: qu'un costume soit ado'ptd par les rabbins et les ministres officiants, ״daß ein Costume von den Rabbiner, und Vorsängern angenommen werde! Ptutim und Costume — da habt ihr die ganze Erbärmlichkeit der Zeit! O, daß einmal ein paar hundert rechtschaffene Gesetzkundige, die den ganzen Bruch der Zeiten fühlen, zu einer einzigen Rabbinerversammlungssitzung, zu einer armen viertelstündtgen Conferenz zusammenkämen und den einen, einzigen Satz aus dem Innersten des jüdischen Gesetzes an alle Welt hinaus sprächen: Synagoge und, Gottesdienst mit allem Zubehör sei durchaus nur etwas Untergeordnetes im jüdischen Gesetze und es könne Einer ein. ganz ״guter Jude" fein, ohne das ganze Jahr auch nur einmal eine Synagoge zu betreten, — wahrlich, sie hätten mit dem Resultate einer solchen viertelstündigen Conferenz eine wahrhaft rettende That für unser Jahrhundert vollbracht. Wenn das Leben ein jüdisches ist, wenn Gott und sein heiliges Gesetz in unserin Ehe- und Familienleben, in unserer Kindererziehung, unserm Berufs- und Bürgerleben wohnt, wenn wir Gott und seinem Gesetze in unsern Küchen, in unser» Schlaf- und Kinderstuben, in unsern Wohnzimmern, unsern Tafeln, unsern Geschästöbüreaux — und unsern Schule,: das Hetltgthum erbaut haben und erhalten, wenn unser ganzes Leben in allen seinen Fuge» vom göttlichen Gesetze gottesdienstlich umwandelt ist, daun wollen wir auch von unsern Synagogen sprechen, dann dürfen wir diesem Gesetze auch die heilige Lade erbauen und ohne zu erröthen uns vor ihm und um dasselbe vor Gott versammeln, dann sind Synagoge und gemeinsamer Gottesdienst zugleich Blüthe und Wurzel eines ganzen gottgetränkten Baums des Lebens. Wenn aber das Leben sich immer mehr und mehr von Gott