Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1856)
- Article
- Würzburg
- Date
- 1856-05-01
- Page
- 451 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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TauberdischofSheim. feine segensvolle Bethätigung findet, wie seine große und heilige Aufgabe erfaßt und vollführt wird. Es muß hier zugleich hervorgehoben werden, daß wie bereits am Anfänge unsers Artikels erwähnt, die hiesige isr. Gemeinde eine erst seit kurzer Zeit bestehende ist, so daß die Capitalien und Fonds der Wohlthätigkeits- Anstalten keine von vielen Jahrhunderten her mit dem sonst so regen Wohlthätigkeitssinn dotirten sind, vielmehr alle die nachbezeichneten Anstalten von neueren Schenkungen ausgegangen sind und von den temporären Beiträgen der Gemeindemitglieder bestritlen werden müssen. Es besteht hier 1. ein חסרים ni^m-Verein, zu dessen Thätigkeit die materielle und persönliche Hülfeleistung bei Kranken, bet Leichenbestattungen, Letchenkleider;חסרים׳ u. s. w. gehören. 2. הכנסת N'Mix-Verein, der sich zur löblichen Aufgabe gesetzt, fremden armen Leuten das Nöthige verabreichen zu lassen. 3. der Frauenveretn, der die Ausübung der obenbezeichneten Liebespfltchten unter dem weiblichen Geschlechte sich zur Aufgabe gesetzt, sowie endlich 4. der Verein von hiesigen jüdischen Studirenden — דבוק הכרים, — dessen Besttmmung ist in Erkrankungsfällen den Mitgliedern desselben alles Nöthige anzulchaffen, und dem College« lieb- und hilfreich zur Seite zu stehen. Sämmtliche Vereine sind von der k. Kreisregierung anerkannt, ihre Statuten geprüft und genehmigt. D. St. Tauberbischvfsheim. In hiesigem Städtchen ist in der jüngsten Zeit eine Lehranstalt gegründet worden, die — da sie für die Förderung und Hebung der religiösen Erkenntniß folgenreich zu werden verspricht und in unserer Zeit als eine seltene Erscheinung betrachtet werden muß — eine öffentliche Erwähnung um so mehr verdient, da in derselben zugleich die nachahmungswerthe Möglichkeit dargethan wird, waS auch in kleineren Gemeinden erreicht werden kann, wenn deren religiöse Leitung Männern in die Hände gelegt ist, die in ihrem Amte mit Begeisterung wirken und die sich vermöge ihrer religiösen Innigkeit und ihrer Würdigkeit den Weg zu den Herzen bahnen.