Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1856)
- Article
- Würzburg
- Date
- 1856-05-01
- Page
- 448 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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448 EvrrksMdenz. kräften, die dafür gewonnen wurden, gelehrt werden. Dieses In- Mut, welchem der Rabbiner mit noch sechs achtungswerthen, für die religiös-sociale Ausbildung der Jugend begeisterten Männern als Schulrath vorstehen, berechtigt zu der schönen Hoffnung, daß unsere Kinder mit dem Schmucke einer ächten mit gediegner Bildung vereinten Religiosität daraus hervor gehen werden. Die Schuljugend, sowie überhaupt die Zöglinge aller hiesigen Schulen und Bildungsanstalten, sind, in Folge der Mitwirkung höherer Schulbehörden, verpflichtet, dem täglichen Gottesdienste anzuwohnen und sind die Zöglinge der isr. Schule auch bei dem Früh- und Abendgotteödienste von den betreffenden Lehrern beaufsichtigt. WaS nun den Gottesdienst selbst betrifft, so genügt derselbe allen An- Forderungen, die an einen wahrhaft erhebenden und würdigen Gottesdienst gestellt werden dürften. Der fade, jeder selbstständigen .Idee entbehrende Nachahmungsgeist, hat die heiligen Hallen unsereS Gotteshauses noch nie betreten; der Früh- und Abend-GotteSdienst, sowohl an Werkals an Sabbat- und Festtagen, obgleich oder vielleicht gerade weil ohne Chorgcsang und Orgelklang, ist sehr besucht. Die geist- und sinnreichen, mit begetsterten und begeisternden Worten vorgetragenen Predigten des von seinen heiligem Berufe durchdrungenen Rabbiners, sowie dessen allsabbatltch gehaltnen geist- und lichtvollen exegetischen Vorträge über die jedesmalige Stdra verfehlen nicht den Grundsah: ״ דברים היוצאים מן הלב גכגסים אל הלבWorte, die aus dem Herzen quillen, dringen zum Herzen" zu bewähre». Hiefür darf wohl auch die erhebende Bemerkung einen Beleg bieten, daß in hiesiger so bedeutenden und frequenten Stadt, wo namentlich allsabbathlich der Wochenmarkt abgehalten wird und ein ungemeiner Zusammenfluß von Käufern und Verkäufern aus nah und fern stattfindet, dennoch kein Geschäftsladen von Israeliten geöffnet und überhaupt ein öffentlicher הלול שבח קודש ויום טוב G. s. D. nirgends wahrgenommen wird. ׳ Während nun der Wirkungskreis unseres Rabbinen für die religiös-sittliche Erziehung und Ausbildung der Jugend, für die religiös-sittliche Erkräftignng und Erstarkung der Gemeindc, sowohl in der hiesigen Stadt, als in den dreißig Gemeknden, welche seiner Fürsorge anvertraut, alljährlich von ihm in-