Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1856)
- Article
- Ijar
- Date
- 1856-05-01
- Page
- 419 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Menschen trüben, und ihnen nur daS Recht heilig sein, das sie fordern und genießen, in ganz anderem Lichte aber ihnen das Recht erscheinen, das sie zn zollen hätten und zu üben — so lange werden die Annalen der Menschheit mit Thränen und Blut geschrieben werden, so lange wird der Kern ihrer Geschichte in.עמל ואון, in Elend oder Gewalt anfgehrn, und der Friede nur in der Brust des Vercinsamten wohnen. Und so lange noch die Menschen an ihre Zulänglichkeit und ihren Berus glauben, aus sich heraus die Gesellchast und den Staat, die Welt und die Gottheit zu gebären und auf ihren Kinderarm den Atlas des Weltalls zu tragen, so lange wird ihre Welt, die Welt des Menschen auf einem feuerdurchglüheten Vulkan stehen, und Leidenschaft und Schwäche die umwälzenden Faktoren der Weltgeschichte bleiben, So lange ferner die Erforschung der Wunder der Natur den Menschen immer wieder und wieder zur Anbetung seiner selbst führt, und er vor der Majestät des eignen Geistes kniet, der die Sterne in den Höhen und den Keim in der Tiefe in ihren Gängen und Entwicklungen belauscht, und ihn der Glanz des eigenen Geistes blendet, die überwältigende Strahlenglorie des Geistes nicht zu schauen, dessen Gedanken eben in diesen Wundern sich offenbaren, und dessen Größe und Allmacht und Weisheit und Herrlichkeit und Waltung und Herrschaft in diesen Wundern und in dem Wunder aller Wunder: in dem erkennenden Meuscheugeiste und in dem empfindenden Menschengemüthe strahlt und. dessen Geist zu unserm Geiste aus den Wundern seiner Schöpfung spricht— so lauge werden die Angelegenheiten der Menschen jenem Spiel der Leidenschaften, jenem Kampfe der Interessen und jenem Gäukenspiel wechselnden Wahnes unrettbar verfallen bleiben, weil ihnen der ewige, feste, unwandelbare Angelpunkt außerhalb und über der Menschheit fehlt, dessen allmächtiger Wille was wahr ist und recht, was rein ist und gut, unantastbar festsetzt, und dessen allmächtige Weisheit und Güte immer bereit ist, daS Reich der Weisheit und des Rechts, der Reinheit und Güte auf Erden segnend und schirmend zu fördern, sobald die Menschen sich dem Dienste dieses Reiches mit Aufrichtigkeit und Treue weihen. Wenn aber einst die Menschen an das Ende ihrer vergeblichen ״weltschaffendcn" Versuche angclangt, und ihrer Schwäche und Ohnmacht inne sie die Sehnsucht nach einem über ihren Leiden-