Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 7 (April 1856)
- Article
- Aus Holland
- Date
- 1856-04-01
- Page
- 392 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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392 Correspondenz. Mission hat ihre Arbeit vollendet und brachte in einer vor einigen Wochen abgchaltcnen Sitzung ihren Bericht zur Verhandlung. Wir machen uns ein, wahres Vergnügen daraus, den Verlauf der Discussiou hier (so ausführlich, als thuülich) folgen zu lassen, indem man daraus sehen kann, wie beim Nathe Amsterdams Toleranz, Billigkeit und wohlverstandenes Interesse Hand in Hand gehen. Wir können diese kurze Einleitung nicht schlichen, ohne den herzlichsten Dank unserer GlanbenSbrüder in Amsterdam den HH. K. D. Asser und S. v. I. Taxcira de MattoS abzustatten, die bei der Sitzung vom 23. Nov. v. I. durch ihre eifrigen Verwendungen für eine Erhöhung der Snbsidicn so viel zur schleunigen Erfüllung ihrer Wünsche beigetragen haben. Der Vorsitzende bringt die in voriger Sitzung unerledigte Vcr- Handlung zur Tagesordnung: Rapport und Rathscommission über die von der Nied. Israel. Armenpflege gemachten Anfrage um Erhöhung der Unterstützungen. (Dieser aus drei Rathsherrn bestehenden Commission sind die die Anfrage betreffenden Stücke, sowie auch diejenigen übergeben worden, die auf das Nied. Portugiesisch Israel. Armencollegium, die gleichfalls Erhöhung der Snbsidicn verlangten, Bezug haben. Der Antrag der Commission erstreckt sich auf die Zuerkennung einer Er- Höhung von fl.?000 für die Nied. Israel. Armenpflege, mithin einer Unterstützung von fl. 32000, und an die Nied. Portug. Jsr. von fl. 2000, mithin einer Subsidie von fl. 5562 y2 für 1856.) Herr H. (Heye) bemerkt, daß er zu seinem Bedauern sich gegen den Beschluß des Rapports erklären müsse. Aus der von der Commission bewerkstelligten Untersuchung und ans den vorgelegten Stücken ist wohl der faktische Zustand des betreffenden Armencollegiumö erwiesen, der allerdings die Nothwendigkeit einer Unterstützung rechtfertigt; die beiden Israel. Armencomm. verdienen für die Art und Weife, wie sie das Interesse der unter ihre Obhut Gestellten wahrnehmen, Lob und Dank; cs sind außerdem vielleicht noch einige Umstände, die für die Zucrkennung dieser Snbsidicn sprechen, unter anderen 1) die Verpflegung Wahnsinniger, die durch die Commission geschieht, ohne dazu verpflichtet zu sein, 2) daß sie keinen Unterschied zwischen eigentlich kirchlichen und nicht kirchlichen Armen kennt, wie sehr vielleicht auch dieser Unterschied gerade durch die eigenthüm-