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Jeschurun · 1856-02-01 · Heft 5 (Februar 1856) · p. 291

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 5 (Februar 1856)
Article
Die Lehrerconferenz in Meppel
Date
1856-02-01
Page
291 (sequence 4)
Language
German
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Die Lchrer-Conferenz in Meppel. 291 Aufsuchung derselben fortgeschritten sein würde, Und wiederholt endlich spreche er sich aus, daß man jetzt wohl glaube, die Kinder die Religion aus einem Rcligivnsbuche zu lehren, wahrend doch nur aus der תורה, diesem Urquell der reinsten Ideen, die heiligsten Pflichten als Mensch und Jude geschöpft werden können. Hr. Kvnyn stimmt darin überein, daß die Kinder jetzt, wenn sie die Schule verlassen, nicht im Stande seien sich weiter fvrtzuhelfen, in sofern von der Benutzung der ספרים in hebe. Sprache die Rede sei. Er sei auch der Meinung, daß es hohe Zeit sei, den Unterricht zu verbessern und zu heben, abgesehen davon, daß eine bloße Uebersetzung nicht vielen Nutzen habe und die Kinder nicht mit dem Wesen des Judenthums bekannt machen könne. Aber der Lehrer werde von den Eltern gedrängt, die mit einer bloßen, oberflächlichen Uebersetzung der Bibel zufrieden sind, und keine Einsicht in einen gründlichen Unterricht hätten. Uebrigens glaube er, daß 3 Stunden täglich viel zu wenig für den religiösen Unterricht seien. Hr. Leers erkennt das Mangelhafte im Unterrichte an, schreibt dies aber größtenthcils dem Umstande zu, daß man keine Bücher habe, die man den Kindern in die Hand geben könne, daß manchmals וחומשים und תפלות fehlen und der Lehrer oft genöthigt sei, mündlich Unterricht zu ertheilen, wovon die Kinder nur wenig behielten. HH. Fontyn, Salomens und Hildeshcim empfinden nur allzusehr wie wenig Früchte der Unterricht trägt, glauben aber die Hauptnrsache in der prekären Stellung der Lehrer zu finden und in der mangelhaften Einsicht der verschiedenen Schulvorstände, vorzüglich auf dem platten Lande, welche den Lehrer chikaniren. Würde die Stellung der Lehrer besser und selbstständiger sein, so würde auch der Unterricht von selbst besser werden. Sie wünschten, daß ein Verein von Lehrern für die nördlichen Provinzen Drenthe, Groningen, Friesland 11. s. wsich bilde um bei vereinten, und vermehrten Kräften auch bessere Resultate erzielen zu können. Präsident. Er theilt auch die Meinung, daß die Lage der Lehrer besser fein müße, damit sie mit Lust und Liebe sorglos ihrem Berufe obliegen können. Dem Vorschläge, einen Verein für die nördlichen Provinzen zu gründen, stimme er auch vollkommen bei, meint aber, bevor man zur Ausführung schreite, müsse man sich erst verständigen und schlägt vor darüber zu verhandeln. Hr. Frankfort wünscht, daß man alsdann einen Verein gründender nur aus Lehrern, nicht aber aus Schulvorständen und Lehrern bestehe, indem man in einer Conferenz von Lehrern und Vorständen zu befürchten hätte, daß sowohl erstere wie letztere in der Aeußerung ihrer Ansichten viel zu beschränkt sein werden.

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