Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1856)
- Article
- Die Juden in Corfu
- Date
- 1856-02-01
- Page
- 288 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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288 Die Lehrer-Conferenz in Meppel. In jüngster Zeit wurde ein kleiner Tempel eingerichtet, in welchem die Mizwoth nicht verkauft, sondern der Reihe nach verthetlt werden. Die Aufgerufenen tragen durch ihre freiwilligen Spenden zu den Kosten des Gottesdienstes verhältnißmäßig bei. Bei der jüngsten, freilich nur kurzen Anwesenheit des Sir M. Montestore, wurden demselben einige Beschwerden vorgetragen, unter welchen die Juden zu leiden hatten. Er begab sich sofort zu dem Gouverneur Sir John Uoung und stellte ihm die Wünsche um Abhülfe vor, und ist bei einer so einflußreichen Verwendung und bei den liberalen Gesinnun- .gen des Gouverneurs, eine Verbesserung zuversichtlich zu erwarten. (Jewish Chron.) Die Lehrerconferenz in Meppel, am 10. Juli 1855. *) Bewogen durch die in mehr als einem Symptom zu Tage tretende Unzweckmäßigkeit und Unfruchtbarkeit des Religionsunterrichtes in den jüdischen Schulen, forderte der Oberrabbiner von Meppel, Hr. Hillesum, die Lehrer und Schulvorsteher in einem offenen Briefe ä. 19. Juni, zur Betheiligung an einer am 10. Juli d. I. in Meppel zu haltenden Conferenz auf, und es fanden sich an diesein Tage folgende ein: die H. H> Lehrer Konyn und Jtalin aus Meppel, Leers aus Leuwarden, Fontyn aus Assen, Salomons aus Hoogeveen, Hildesheim aus Dviuglo, und die H. H. Dr. van Es, M. Frankfort, I. van der Wyk, Schulcommtssäre des Synagogen- Bez. Drenthe. Nachdem Oberrabbiner Hillesum zum Präsidenten und Hr. Konyn zum Schriftführer erwählt waren, entwickelte Präsident die in der Einladung angedeuteten Uebelstände näher, und bezeichnete deren Untersuchung und möglicherweise Hebung als den Zweck der Conferenz und bat dieselbe, ihre Kräfte zu vereinen, 1) den Mängeln im Religionsunterrichte, wie er jetzt ertheilt wird, nachzuspüren, 2) die Mittel zur Verbesserung aufzusuchen und ihre Anwendung zu ermöglichen. Alle Anwesenden gaben ihre Zustimmung und Bereitwilligkeit zu erkennen. ,Präs, vergleicht den heutigen Religionsunterricht und seine Resultate mit denen, wie sie z. B. vor 25—30 Jahren erzielt wurden. Es war sicher eine bedauerliche Erscheinung, wenn man früher wohl Männer antraf, die kaum das א׳ב, geschweige denn etwas mehr von der jüdischen Religion und dem Judenthume wissen konnten — während man jetzt Gottlob solche Idioten wie vor *) Aus Mangel an Raum verspätet.