Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1856)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1856-02-01
- Page
- 269 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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6. Der Sabbath und die Erziehung. 269 das Menschenherz für alles Gate und Reine empfänglich gebildet, daß selbst der gefährlichste Feind des Menschenheils, die entartete Erziehung, das Menschenherz nicht auf Geschlechter hinab nnwtcderbringlich zu verderben vermag! Aber nicht nur der gänzlichen sabbr hentfremdeten Erziehung stellt hier Gott seinen Sabbath als Retter der künftigen Geschlechter entgegen; auch dem Arrthum, der Schwäche, der Verirrung, denen jede Erziehung unterworfen ist, wird hier begegnet, du selber, jüdischer Vater, jüdische Mutter, du selber, wenn du es ernst mit der Erzichung deines Kindes, ernst meinst mit ihrer Heranbildung für Gott, du selber führst dein Kind zum Sabbath hinan, du selber reichstihm das Gottesbuch und zeigst ihm Gott, als deinen und seinen Vater, zeigst ihm den Sabbath als deinen und seinen Erzieher, und lehrest es erst Gott und dann dir zu gehorchen. Und welche Vollendung, Boden, Wurzel, Wethe und Kraft erhält erst dann deine Erziehung, wenn du mit deinem Kinde dich vor Gott beugst, und in deiner Sabbathfeier deinem Kinde den Gehorsam gegen Gott im eigenen Beispiel zeigst. Wie willst du, jüdischer Vater, Gehorsam von deinem Kinde erwarten, wenn du deinem Vater im Himmel den Gehorsam verweigerst? Wie soll dein Kind dir treu sein, wenn du deinem Vater im Himmel die Treue brichst? Wenn dir der Wille, das Wohlgefallen deines Vaters im Himmel so wenig gilt, daß du nicht den kleinsten Gewinnst, die geringfügigste Bequemlichkeit, den unbedeutendsten Genuß, die nichtssagendste Gewohnheit um seinetwillen opferst, wie soll dein Kind seine Neigungen, seine Wünsche, seine Ansichten, seine Bequemlichkeit, seine Gewohnheiten opfern, um deinem Willen sich zu fügen? Indem du den Sabbath aus deinem häuslichen Leben, aus deinem Familienkreise bannst, stürzest du Gott von deines Hauses Altar, und stellst dich selber, deinen menschlichen Willen, deine menschliche Einsicht, deine eigenwillige Ansicht und Absicht, als Leitstern für dein Haus. Worauf willst du dich berufen, wenn nun dein Sohn, deine Tochter, auch ihrerseits ihren Willen dem dctnigen gegenüber stellen, und so ihren eigenen Weg wandeln wollen, wie du den deinen gegangen und gehst? O, Väter und Mütter, ihr wisset nicht, welchen Schatz, welchen treuen Mitgehülsen in dem schweren Geschäft der Erziehung, ja 17