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Jeschurun · 1855-12-01 · Heft 3 (Dezember 1855) · p. 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 3 (Dezember 1855)
Article
Kislew
Date
1855-12-01
Page
155 (sequence 27)
Language
German
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4, Di« Ehanuckah der Makkabäer. 185 öffentliche Staats-Leben mit dem Geist des göttlichen Gesetzes zerfallen und nur das Familienleben gewährte ihm Stätte und Pflege. Dynastie und Tempel ließ man fallen. In den Familien war das Gesetz für immer gerettet. Vierzig Jahre, bevor Titus Legionen den Tempel einäscherten, zogen die Träger des göttlichen Gesetzes aus den Hallen des Tempels und nahmen ihren Sitz in Mitte des Volkes. Der Tempel siel, in die Gefangenschaft wanderte das Volk. Aber die Schechinah des göttlichen Gesetzes wanderte mit. ״Bleibe in dir der Heilige auch ohne Stadt, die mich aufnähme" "בקרבך קדוש ולא אבוא בעיר!" Zerstreut durch alle Welt, von den verschiedensten Bildungs- Phasen der Völker berührt, alles Herbe zur Rechten, alles Verlockende zur Linken, tritt jedes Jahr der alte Makkabäer-Gruß an die treuen Söhne des göttlichen Gesetzes, die von ihnen begonnene Weihe ewig fortzusetzen, nicht zu schrecken vor dem Herbsten, sich von dem Verlockendsten nicht blenden zu lassen, heiter und froh, muthig und entschieden in jedem Hause dem Lichte des Heiligthums seine Stätte und dem Gesetze seine Burg zu erbauen, und zu ewig größerem Siege, zu ewig größerem Glanze sich die Kraft des göttlichen Gesetzes an ihnen und durch sie bezeugen zu lassen. Serubabel ward's ja verheißen, die Makkabäer haben's ja erfahren. Die Leuchte des göttlichen Gesetzes kann auch der äußeren Stütze, der äußeren Macht und Gewalt entbehren. Sie trägt selber den Baum, dessen Frucht ihr das nährende Oel׳ gewähret. Und Ein unentweihtes Krügchen Oel genügt, davon für immer das volle Licht der Leuchte wieder zu entzünden. Lasset Andere prächtige Tempel zur Sühne eines gesetzentfremdeten Lebens bauen. Lasset Andere das Licht des Gesetzes in diese prächtigen Kerker bannen. Lasset Andere dem unjüdischen Geist selbst die Pforten dieser Tempel öffnen. - Uns ruft der Makkabäer Geist, unsere Häuser mit dem Licht der Weihe zu durchdringen und diese vierte Chanuckah in immer größerer Wahrheit fortsetzend zu vollziehen, bis wir für die fünfte und letzte Chanuckah gereift, die Jecheskeel geschaut , wo der Tempel wiederum erstehen und die Gottes Herrlichkeit ihn wieder erfüllen, aber dann sich um ihn das Volksleben schaaren, ihn dann das Volksleben nicht wieder dadurch entweihen wird, בתתם ספם את ספי ומזוזתם

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