Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Kislew
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 139 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Die Ehanuckah Serubabels. 138 in die Heimatb gewandert war — aWSchelomo Alles nach Wunsche vollendet hatte, da erschien ihm in Gibepn, wo er einst als Jüngling צ von allem Wünschbarem sich Weisheit ersehen, znm zwcüen Male Gott und verhieß ihm Erhörung seines Weihegebetes: ewig werde Gottes Auge und Herz dieser Seinem Namen geweihten Stätte zugewandt bleiben und auch seine Herrschaft werde ewig blühen, wenn — er mit aufrichtigem Herzen dem göttlichen Gesetze treu bleiben würde; ״wenn ihr und eure Kinder aber hinter mir zurückblcibeü werdet, werdet meine euch vorgelegten Gebote und Gesetze nicht erfüllen, werdet euch andern Göttern dienend hingcbcn, so werde ich Israel von dem ihm verliehenen Boden vernichten, werde das Haus, das ich selbst meinem Namen geheiligt habe, verlassen — und Israel wird zum Beispiel und zur Warnung unter allen Völkern werden. Wer an diesem Hause, das so hoch stehen sollte, vvrübergehen wird, wird sich entsetzen und staunend fragen: warum hat Gott:, diesem Lande und diesem Hause so gcthan? Dann wird man antworten: weil sic ihren Gott, den Einzigen, der ihre Väter aus Egypten erlöst, verlassen, sich an andere Götter hielten, ihnen sich Hingaben, ihnen dienten, darum hat Gott all dieses Unglück über sie gebracht — " Israel aber war heiter und fröhlich zu seinen Hütten gewandert. Das war die zweite Ehanuckah, die zweite Tempelweihe,.am Erndte- Hüttenfeste Israels, auf der Zionsburg in der Davidsstadt. 3. Wieder waren Vierhundert Achtzig Jahre verstrichen, und, wie einst in der Wüste, war's um die Winterscheidc des JahreS. Doch in der Wüste nicht, auf der Zionsburg, in der Davidsstadt war wieder eine Ehanuckah eine Tempelweihe zu feiern. Aber die Zionsburg lag in Trümmern, aber die Davidsstadt trug Spuren der Zerstörung, und wo der neue Tempel geweiht werden sollte, da war der prächtige salomonische Tempel vor Fetndeshand geschwunden, und als der Grundstein zum neuen Tempel gelegt worden, da übertäubte das Weinen der Priester und Leviten und der alten Häupter, die noch die Pracht des alten Tempel mit Augen gesehen, die Freudenstimmen des jubelnden Volkes. «