Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 12 (September 1855)
- Article
- Elul
- Date
- 1855-09-01
- Page
- Seite 627 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Schofnr unk Selichoth. 627 die Allmacht seiner Liebe bereits im vierten Geschlecht den Keim dcö Bösen, daß nicht die Schuld, daß nicht daS Bvse fortwnchcrnd müsse immer Böses neu erzeugen, während das Gute das wir üben, unter Seiner Allmacht Schirm zum Baum des Lebens für daö tausendste Geschlecht erblüht. — Nur Eines bcdarfS! Nicht Reue vollbringt'S, nicht der Zcrknirschnng allein gelingt die Sühne, — die Tafeln müssen wir Ihm wieder bringen, die Tafeln Seines Gesetzes, dessen Himmclszcichcn durch unsere Schuld der Erde entflohen, dessen Zcrignißtafcln durch unsere Schuld zerschellt zu Boden liegen, die Tafeln müssen wir ihm wicdcrbringen, neue Tafeln, unbeschriebene Tafeln, daß Er, daß Er allein unö daS Gesetz Seines Willens für unser ferneres Leben neu verzeichne — denn nur mit dem Gesetze kehrt die Gnade wieder. Jedoch täuschen wir unS nicht! Erwarten wir kein neu Gesetz aus den Händen Seiner Gnade! Erwarten wir nicht, weil wir unS, und unsere Zeit in leichtsinnigem Abfall getrübt, und unS in diesem Abfall andere Gesetze geschrieben, werde Er nun in Seiner Gnade auch daS ewige Wort Seines Willens uns ״zeitgemäß" nmwandeln, mindestens auch unseren in Abfall selbstgeschaffcnen Normen Raum und Stätte gewähren — neue, unbeschriebene Tafeln haben wir Ihm zu bringen, und aus die neuen Tafeln deö erneuten Bundes schreibt Er nur — daS a!te Wort!