Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1855)
- Article
- Die Wiederauffindung der Opferaschenhügel vor Jerusalem
- Date
- 1855-07-01
- Page
- 552 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I 552 Die Wiederauffindung der Opseraschenhügel vor Jerusalem. | Überresten der tausendjährigen Brandopfer Israels umgäben wäre. .;1j Der Beweis schien sich mir aber zur Gewisibeit zu steigern, als ich j ' Ein, oder ein paar Fuß unter der Oberfläche, Knochenstücke von hinlänglicher Große entdeckte, so daß sich mit Zuverlässigkeit ein Nrtheil über die Thtcrgattung bilden läßt, zu welcher sie gehörten. Zch besitze eine Anzahl Proben, worunter ein drei Zoll großes Stück, welches augenscheinlich von dem Beine eines Schafes oder Lammes herrührt; und zwei andere Rippenfragmcnte, die man unmöglich für etwas anders als Theile desselben Thtereö halten kann. Das ersterwähnte Stück hat stellenweise Spuren, vom Feuer geschwärzt und angebrannt zu sein. Seit meiner Rückkehr aus dem Orient habe ich häufig diese Umstände privatim und öffentlich, so wie meine Absicht mitgcthcilt, eine Analyse der Asche zu veranlassen, um die Frage zur wissenschaftlichen Entscheidung zu bringen, ob diese Asche vorzugsweise aus animalischen Stoffen bestände. Die in dem Briefe des Herrn Finn mitgetheilte Analyse des Dr. Roth macht jedoch jede weitere Untersuchung über diesen Gegenstand überflüssig. Als ich an Ort und Stelle war, wurde ich zugleich nicht wenig von dem Gedanken getroffen, welches Licht die Lage dieser Hügel auf die alte so oft ventilirte Frage zu werfen geeignet wäre, hinsichtlich des Zugs der alten Stadtmauern. Es schien die Theorie des Or. Robinson sich zu bestätigen, daß, nicht wie von denen behauptet wird, die die Authenticität der sogenannten ״heiligen Orte" aufrecht zu halten wünschen, sie beträchtlich innerhalb des jetzigen Umfangs der Stadt gelegen wären, die alte Stadtmauer vielmehr beträchtlich westlich von dem heutigen DamaskuSthore sich befunden haben müsse, da es ja höchst wahrscheinlich ist, daß die Asche unmittelbar außerhalb der Mauer und nicht erst in einer solchen Entfernung von der Stadt niedergelegt worden sei, in welcher sich die Hügel gegenwärtig befinden. Sind diese Vermuthungen begründet, so dürften sie auch einiges Licht auf einen Ausdruck in den JeremiaS 31,40 bezeichneten Gränzen 5 des Stadtgebietes werfen, von dem mir nicht bekannt ist, daß man bis jetzt darin die Bezeichnung einer bestimmten Oertlichkeit erkannt j■ habe, es heißt dort: DaS ״Thal der Leichen und der Asche." Wenn unter ״Thal der Leichen" das Thal Hinnam verstanden ist, s» ist audem Zusammenhang der Stelle wahrscheinlich, daß unter